UNA Nettersheim

Sonntag, 21. Juli 2019
UNA informiert (7): Informieren statt Plakatieren
Dienstag, den 09. Juni 2009 um 17:01 Uhr
Initiative der UNA, der Grünen und der UWV vor den nächsten Wahlen

Wir sind der Meinung, dass in unserer Gemeinde Nettersheim die Eifeler Landschaft zu schön ist, um sie mit großflächigen Plakatwänden zu verschandeln, dass unsere Straßenlampen nicht dazu da sind, um sie mit supertollen Politikern zu behängen, und dass unsere Straßen und Plätze zu schade sind, um sie mit manchmal sogar Sicht behindernden und oft irgendwann doch vom Winde verwehten Plakaten zumüllen zu lassen.

Wir halten andere Möglichkeiten zur politischen Information in der Gemeinde Nettersheim für sinnvoller.

Wir möchten mit unserer Initiative den Versuch unternehmen, auf jeden Fall vor den Kommunalwahlen am 30. August, wenn irgendwie möglich auch vor den im September stattfindenden Bundestagswahlen und den Landtagswahlen im nächsten Jahr  wildes Plakatieren in unserer Gemeinde zu verhindern. Die Plakatwände in der Landschaft und die Plakate in den Orten für die Europawahlen haben uns als Vorgeschmack dessen, was in diesem Superwahljahr noch auf uns zukommt, schon gereicht.

Deshalb haben wir uns mit einem Brief an die in Frage kommenden Parteien und Wählergruppen gewandt. Die Adressaten haben wir der Homepage der jeweiligen Partei oder Wählergruppe entnommen und unsere Briefe verschickt an:

 - den Vorsitzenden der Nettersheimer CDU, Herrn Clemens Pick
 - den Vorsitzenden der Nettersheimer SPD, Herrn Rudolf Rüscher
 - den Vorsitzenden der Nettersheimer FDP, Herrn Stefan Dederichs
 - den Vorsitzenden "Die Linke" Kreis Euskirchen, Herrn Norbert Göderz
 - den Ansprechpartner für die "Wählergemeinschaft Bürgerlandrat",  Herrn Günter Rosenke
 
Wir drucken hier den Brief an den Vorsitzenden der Nettersheimer CDU ab. Die anderen Adressaten haben entsprechende Briefe gleichen Inhalts erhalten:

Sehr geehrter Herr Pick,

wir wenden uns heute an Sie als den Vorsitzenden der Nettersheimer CDU mit einer Anfrage, die Ihnen zunächst vielleicht ungewöhnlich erscheint. Wir hoffen aber, dass die Nettersheimer CDU sich bei näherer Betrachtung unserem Anliegen anschließen kann.

Politische Information ist wichtig, sie sollte aber kontinuierlich über die Jahre hinweg erfolgen. Realistischer Weise ist natürlich davon auszugehen, dass bei Parteien und Wählergruppen das Bedürfnis, die Bürger von ihren jeweiligen Vorzügen zu überzeugen, vor Wahlen besonders ausgeprägt ist. Infoblätter, Broschüren, Flyer, Artikel und Inserate in Zeitungen und Magazinen schaden keinem und können vielen nützen. Das Gleiche gilt für öffentliche Informationsveranstaltungen, öffentliche Fraktionssitzungen, Mitgliederversammlungen und Podiumsgespräche. Hausbesuche und Anschreiben sind weitere Möglichkeiten, die Wähler von den Vorzügen einer Partei oder Wählergruppe zu überzeugen. Was wir in unserer Gemeinde - und wir beziehen uns nur auf unsere Gemeinde Nettersheim - verhindern möchten, sind große Plakatwände in der Eifeler Landschaft, Plakate an unseren Straßenlampen und auf unseren Straßen und öffentlichen Plätzen.

In einer kleinen Gemeinde wie Nettersheim dürften die Kandidaten für den Gemeinderat und den Kreistag auch ohne wildes Plakatieren hinreichend Möglichkeiten haben, sich bekannt zu machen.
Für das Amt des Bürgermeisters unserer Gemeinde kandidiert der Amtsinhaber, Konkurrenz ist nicht in Sicht. Intensives Plakatieren ist hier mit Sicherheit hinaus geschmissenes Geld. Die Kandidatenfrage für das Amt des Landrats ist zwar noch nicht bei allen Parteien geklärt, aber wir glauben, dass auch hier in unserer Gemeinde auf übertriebenes Plakatieren verzichtet werden kann.

Deshalb möchten wir auch Sie für unsere Initiative gewinnen, unsere Gemeinde Nettersheim wenigstens bei den Kommunalwahlen am 30. August, wenn möglich aber auch bei den folgenden Bundestags- und Landtagswahlen von diesen Auswüchsen des Plakatierens frei zu halten. Inhaltlich gleich lautende Anfragen haben wir an die unten angegebenen Adressaten geschickt und werden uns gegebenenfalls auch noch an weitere in Frage kommenden Organisationen wenden. In der Hoffnung auf eine positive Antwort bitten wir Sie, uns Ihren Standpunkt zu den folgenden Anfragen mitzuteilen:

1. Sind Sie bereit, auf das Aufstellen von Plakatwänden in der Landschaft und Plakatierungen auf den Straßen und Plätzen in der Gemeinde Nettersheim vor den anstehenden Kommunalwahlen zu verzichten, wenn auch die u. a. Mitbewerber dazu bereit sind? Wir erwarten von keiner Partei oder Wählergemeinschaft, dass sie auf das von uns nicht gewünschte Plakatieren verzichtet, wenn nicht auch die Mitbewerber dies tun.

2. Sind Sie bereit, dies eventuell auch vor den folgenden Bundestags- und Landtagswahlen zu tun?

3. Sind Sie bereit, einen Teil der dadurch eingesparten Wahlkampfkosten z. B. für die Jugendarbeit in der Gemeinde Nettersheim (Kindergärten, Schulen, Annex an der Hauptschule) zu spenden?

Der Ortsverband der  Nettersheimer Grünen, von denen einige bei der UNA mit arbeiten, hat sich schon im Vorfeld bereit erklärt, die Initiative der UNA  "Informieren statt Plakatieren" in der Gemeinde Nettersheim für die kommenden Kreistags-,  Bundestags- und Landtagswahlen mit zu tragen. Bei den Gemeinderatswahlen tritt der Ortsverband nicht an. Auch die ebenfalls bei Gemeinderatswahlen in unserer Gemeinde nicht antretende UWV, die von einigen unserer Mitglieder unterstützt wird, trägt diese Initiative  mit. Wenn wir also (nur als Beispiel gedacht) von einem Betrag von 400 Euro pro politischer Organisation ausgehen, würde dies einen  Betrag von ca. 3.000 Euro für die Jugendarbeit in unserer Gemeinde ergeben.

Wir würden uns über eine positive Antwort der Nettersheimer CDU freuen und wären Ihnen dankbar, wenn wir Ihren Standpunkt bald erfahren könnten. Für Nachfragen, weitere Informationen oder eventuelle Verbesserungsvorschläge für unsere Initiative stehen wir natürlich jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Edwin Poth
Vorsitzender der UNA Wählergrupp
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Die UNA ist natürlich auch an der Meinung der Nettersheimer Bürgerinnen und Bürger zu einer solchen Initiative interessiert. Halten Sie sie für sinnvoll oder eher nicht? Glauben Sie, dass die anderen Organisationen sich unserer Initiative anschließen oder nicht? Wir würden uns freuen, wenn sie Ihre Meinung einem UNA-Mitglied aus ihrem Dorf mitteilen könnten. Im vorigen Rundblick Nettersheim haben wir in unserem UNA informiert Nr. 6 aus jedem Dorf unserer Gemeinde ein oder mehrere Mitglieder erwähnt. Die einzige Ausnahme war Buir, aber vielleicht entschließt sich ja demnächst noch der ein oder andere aus Buir,  UNA-Mitglied zu werden. Es gibt auch Briefkästen, z. B. Kölner Straße 1 in Marmagen bei Edwin Poth oder bei unserem Geschäftsführer Franz-Josef Hilger, Frohngauer Str. 9 in Engelgau. Sie können uns auch eine Email schicken. Alle Informationen dazu und zu vielen anderen Themen finden Sie auch auf unserer Homepage una-nettersheim.de. Hier können Sie zum Sinn des Plakatierens und über die Chancen für unsere Initiative auch voten.

An Ihrer Meinung und an Ihrer konstruktiven Kritik sind wir immer interessiert, egal auf welchem Weg Sie sich an uns wenden.

Ihre

UNA

Unabhängige Nettersheimer Alternative (Grüne und Unabhängige)

bei dieser Initiative in Zusammenarbeit mit

Bündnis 90/Die Grünen
Ortsverband Nettersheim

UWV
Kreisverband Euskirchen

 

 
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