UNA Nettersheim

Montag, 22. Januar 2018
Bürgermeister setzt auf Kooperation beider Schulen
Samstag, den 15. November 2014 um 19:27 Uhr

Bürgermeister Wilfried Pracht hat sich für eine Kooperation der Gesamtschule Blankenheim-Nettersheim mit der zukünftigen Gesamtschule Mechernich-Kall ausgesprochen. Sogar an gemeinsame Kurse ist gedacht. 

Nettersheim. Die Pläne, die Sekundarschule Mechernich-Kall in eine Gesamtschule umzuwandeln, haben auch den Ausschuss für Jugend und Soziales der Gemeinde Nettersheim beschäftigt. Vorab hatte die Gemeindeverwaltung für die Gesamtschule Blankenheim-Nettersheim vorsorglich Einspruch eingelegt, um die gesetzte Frist nicht verstreichen zu lassen. Doch statt einen Streit vom Zaun zu brechen, setzt Bürgermeister Wilfried Pracht auf Gespräche. „Wir sollten sehen, ob nicht eine Kooperation zwischen den beiden Gesamtschulen möglich ist“, sagte er.

Gespräche hätten schon stattgefunden, teilte er den Ausschussmitgliedern mit. Bereits für Freitag sei ein gemeinsamer Termin bei der Bezirksregierung anberaumt worden, bei dem ein gemeinsames Vorgehen entworfen werden solle. Erst wenn diese Gespräche ergebnislos blieben, solle ein Moderationsverfahren in Gang gesetzt werden.

„Wir haben genug Kinder, die in den nächsten Jahren in die Schulen kommen“, erläuterte Pracht. Laut Schulbedarfsplan wären das rund 170 pro Jahr. In Mechernich und Kall sei mit mehr als 350 Kindern pro Jahr zu rechnen, die das vierte Schuljahr abschließen. „Für mein Empfinden wären sechs Züge damit gut zu bedienen“, sagte Pracht. Das sei eine gute Grundlage, beide Schulen zu verknüpfen.

Zukunftsmusik

Eine Oberstufe in Mechernich und Kall einzurichten, sei erklärter Wille des Mechernicher Bürgermeisters Dr. Hans-Peter Schick. „Wenn Kall nicht mitmacht, macht Mechernich das auch in vier Zügen alleine“, sagte Pracht. Dann sei allerdings Kall schulisch nicht mehr versorgt.

„Ich bin sicher, wir werden eine Variante finden, bei der alle vier Kommunen zufrieden sind“, resümierte Pracht. Alle Fraktionen begrüßten den Ansatz, in Gesprächen eine einvernehmliche Lösung zu finden. Dazu gebe es mehrere Möglichkeiten. „Wenn eine Oberstufe startet, ist es oft schwer, Fachlehrer zu finden“, gab Pracht ein Beispiel einer möglichen Zusammenarbeit.

Franz-Josef Hilger, Vorsitzender der UNA-Fraktion, ging noch weiter und entwarf die Idee, selten nachgefragte Leistungskurse in Fächern wie Pädagogik gemeinsam anzubieten. „Doch das ist sicher Zukunftsmusik“, beschied er sich selber. Man könne ja schon froh sein, wenn man sich nicht die Köpfe einschlage.

Zehn Züge seien ausreichend, um die schulische Nachfrage in Mechernich, Kall, Nettersheim und Blankenheim mit Gesamtschulen nachhaltig zu decken, meinte Pracht. Das würde auch gut zusammenpassen, da die Gemeinden durch die Bahnlinie und Autobahn miteinander verbunden seien.

Franz-Peter Mahlberg (FDP) überlegte, inwieweit das Gymnasium am Turmhof dann noch lebensfähig wäre, da Kinder aus Mechernich ja auch die Gymnasien in Bad Münstereifel besuchten. Allerdings waren sich die Ausschussmitglieder schnell einig, dass das ein Problem der Mechernicher sei. Sie beauftragten den Bürgermeister, weitere Gespräche mit der Mechernicher und Kaller Verwaltung zu führen.


Kölner Stadtanzeiger vom 14.11.2014 - Von Stephan Everling

 

 
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