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Freitag, 19. Juli 2019
„Wieder Licht am Horizont“
Donnerstag, den 26. September 2013 um 17:15 Uhr

Kreis Euskirchen. „Es ist wieder Licht am Horizont“, freute sich gestern Dahlems Bürgermeister Reinhold Müller. Offenbar wird es nicht zum befürchteten Kahlschlag bei den zehn Förderschulen mit ehedem 1354 Schülern im Kreis kommen.

Gestern unterrichtete Manfred Poth, der Allgemeine Vertreter des Landrats, die Verantwortlichen in einem Gespräch beim Kreis über die neuesten Entwicklungen. Wie Müller und Blankenheims Kämmerer Erwin Nelles der Rundschau übereinstimmend berichteten, ist das Land nun offenbar gewillt, Zugeständnisse bei den Mindestgrößen zu machen.

Schulen könnten überleben

Stein des Anstoßes ist derzeit ein Referenten-Entwurf des NRW-Bildungsministeriums, in dem als Mindestgröße für Förderschulen die magische Schülerzahl 144 festgeschrieben wird. Bekanntlich wollen mehrere Förderschulen im Kreis fusionieren, um diese Zahlen erreichen zu können. So haben Schleiden und Dahlem beschlossen, die Schleidener Astrid-Lindgren-Schule (158 Schüler) und die Georgschule in Schmidtheim (knapp 80 Schüler) zusammenzuführen. So würde eine Förderschule mit Hauptsitz in Schleiden und einer Zweigstelle in Schmidtheim entstehen. Kooperations-Überlegungen haben außerdem Euskirchen und Weilerswist sowie Zülpich und Mechernich angestellt.

Im Referenten-Entwurf gibt es jedoch einen Halbsatz, der so zu verstehen ist, dass auch jede Zweigstelle 144 Schüler haben muss – was dazu führen würde, dass lediglich die Schleidener Schule überleben könnte. Wie Poth in einem Gespräch bei der Bezirksregierung erfahren hatte, will das Schulministerium nun diesen Passus streichen.

Wie Erwin Nelles erläuterte, soll künftig für Zweigstellen fusionierter Schulen eine Mindestschülerzahl von 72 gelten. Das würde bedeuten, dass zumindest mittelfristig die Schulen in Schleiden und Schmidtheim überleben könnten. Wenn die Schülerzahl unter 72 falle, müsse allerdings der Teilstandort nach den derzeitigen Planungen geschlossen werden, so der Kenntnisstand von Nelles.

„Genaues werden wir aber erst wissen, wenn die Landesregierung im Laufe des Oktobers endlich mal die neue Verordnung beschließt“, sagte Reinhold Müller. Ende Oktober wolle man sich erneut zusammensetzen und überlegen, wie die Kooperation weitergeführt werden könne.


Kölnische Rundschau vom 26.09.2013 - Von Klaus Pesch

 

 
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