UNA Nettersheim

Mittwoch, 25. April 2018
Hauptschulen schließen sich zusammen
Donnerstag, den 27. Juni 2013 um 15:28 Uhr

Blankenheimer ziehen nach Nettersheim - Zukunft der bestehenden Klassenverbände noch ungewiss 

Nettersheim/Blankenheim. Die beiden Hauptschulen der Nachbargemeinden Blankenheim und Nettersheim werden im kommenden Jahr fusionieren. Der Standort der Schule wird in Nettersheim sein. Diese Entwicklung ist eine Folge der Gründung der gemeinsamen Gesamtschule, die bereits in diesem Sommer ihren Betrieb aufnehmen wird. 

"Die Gesamtschule wächst jedes Jahr um vier Klassen, die beiden Hauptschulen werden dagegen immer kleiner", erläuterte Ernst Widdau, der Leiter der Hauptschule Nettersheim. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung sei die Zusammenlegung der beiden Hauptschulen mehr als sinnvoll. "Ansonsten hätten wir auch Probleme, Erweiterungs- und Grundkurse anzubieten." Denn mit der schrumpfenden Schülerzahl sinkt auch die Zahl der Lehrer, die einer Schule zugewiesen werden.

"Die 14 Schüler in unserer jetzigen Klasse fünf binden genauso viel Lehrer, wie es eine Klasse mit 30 Kindern machen würde", erklärte der Schulleiter. Beide Hauptschulen weisen eine ungewöhnliche Struktur auf. In Nettersheim gibt es zurzeit sechs Jahrgänge mit insgesamt 127 Schülern. Die jetzige Klasse fünf mit ihren 14 Kindern konnte nur aufgrund einer Sondergenehmigung gebildet werden. Die Klasse sechs wird von 25 Kindern besucht.

Foto: Johannes PuderbachIn diesem Jahrgang ist Nettersheim eine Versuchsschule, denn von diesen 25 Kindern haben 14 einen besonderen Förderbedarf. Deshalb wurde ein Sonderpädagoge von einer Euskirchener Förderschule nach Nettersheim abgeordnet. Die Klasse sieben wird wiederum von lediglich 15 Schülern besucht, normale Größen haben die Klassen acht, neun und zehn mit 26, 25 beziehungsweise 22 Schülern. Im nächsten Jahr werden dann drei Klassen mit zusammen ungefähr 70 Kindern von Blankenheim nach Nettersheim wechseln.

Dabei handelt es sich um die jetzigen Jahrgänge fünf, sieben und acht. Ein sechstes Schuljahr gibt es zurzeit in Blankenheim nicht. "Wir werden dann zusammen rund 140 bis 150 Schüler haben, das ist eine vernünftige Größe", urteilt Widdau. Genügend Platz ist im Schulgebäude in Nettersheim auf jeden Fall vorhanden. Denn früher war die Hauptschule einmal zweizügig. Die beiden Schulträger wollten die Fusion eigentlich schon in diesem Sommer umsetzen. Doch die Elternschaft war von diesem Vorhaben nicht angetan. Deshalb wurde die Zusammenlegung um ein Jahr verschoben.

Ob die bestehenden Klassen erhalten bleiben oder neu zusammengesetzt werden, steht noch nicht fest. "Es kann noch viele Änderungen bei der Schülerschaft geben, zum Beispiel durch Weg- oder Zuzüge", meinte der Rektor. So habe er jetzt schon ein Problem durch Kinder, die im Sommer von Realschulen hinunter auf die Hauptschule wechseln sollen, weil sie die dort nötigen Anforderungen nicht erfüllen. Widdau: "Unsere jetzige Klasse sechs ist voll, deshalb muss ich diese Kinder abweisen."

Da es in Blankenheim kein sechstes Schuljahr gibt, bleibt für die betroffenen Schüler nur der Wechsel an Hauptschulen zum Beispiel in Mechernich oder Bad Münstereifel. Wenn in gut fünf Jahren die Hauptschule Nettersheim ausgelaufen ist, wird das Schulgebäude ein Jahr leer stehen. Anschließend wird dort die Oberstufe der Gesamtschule einziehen. Und Ernst Widdau? Er geht dann in Pension. "Das passt bestens", meinte der Rektor.


Kölner Stadtanzeiger vom 27.06.2013 - Von Johannes Puderbach

 

 

 
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