UNA Nettersheim

Montag, 22. Januar 2018
Ein wichtiger Standortfaktor
Donnerstag, den 21. Februar 2013 um 12:46 Uhr

Die kommissarische Leitung für die neue Gesamtschule soll im März benannt werden

Nettersheim. Beste Stimmung herrschte erwartungsgemäß am Dienstagvormittag im Sitzungssaal des Nettersheimer Rathauses, wo die Verantwortlichen über das erfolgreiche Anmeldeverfahren für die Gesamtschule Blankenheim-Nettersheim berichteten. 109 Anmeldungen liegen bisher vor, davon 102 aus den Kommunen Blankenheim, Nettersheim und Dahlem - die neue Schule kann also nach den Sommerferien starten.

"Heute ist ein Glückstag", meinte der Nettersheimer Bürgermeister Wilfried Pracht. Die neue Gesamtschule sei für Kinder aus 34 Dörfern da, all diese hätten nun einen absoluten Grund, sich zu freuen. Man habe mit vielen Menschen aus den beteiligten Kommunen geschlossen für die neue Schule gearbeitet, dieses Engagement sei nun belohnt worden. "Der Schlüssel des Erfolges liegt auch darin, dass alle Abstimmungen in beiden Kommunen immer einstimmig erfolgten", ergänzte der Blankenheimer Bürgermeister Rolf Hartmann.

Die Parteien hätten dafür zum Teil sogar ideologische Grenzen überwunden, so Hartmann. Beide Bürgermeister erklärten, dass man nun nicht die Hände in den Schoß legen wolle, sondern eine Fünf-Sterne-Schule aufbauen werde.

Susanne Daams-Steinert, die als Leiterin der Gesamtschule Weilerswist das Anmeldeverfahren in der Eifel betreut hatte, zeigte sich begeistert von der Aufbruchstimmung, die sie in beiden Gemeinden festgestellt hat. "Nun gilt hier dasselbe wie in Weilerswist. Die neue Schule, an der modern unterrichtet wird, ist ein wichtiger Standortfaktor für junge Familien", sagte sie.

Evi Balduin, Leiterin der Nettersheimer Hauptschule und Alexander Hack von der Blankenheimer Realschule hatten die Anmeldegespräche geführt. Sie berichteten von den Gründen, weshalb die Eltern sich für die neue Gesamtschule entschieden hatten. Die Durchlässigkeit dieses Schultyps sei ein wichtiger Grund gewesen, aber auch die Tatsache, dass man an einer Gesamtschule das Abitur erst nach neun Jahre erwerbe.

Fabian Giefer als Pate

"Gymnasiasten haben keine Zeit mehr für sich selbst. Musik, Kultur und Sport kommen oft zu kurz", so die beiden Pädagogen. Entsprechende Angebote sollen an der Gesamtschule unterbreitet werden.

Apropos Sport: Fabian Giefer, Torwart des Fußballbundesligisten Fortuna Düsseldorf, wird die Patenschaft über die neue Gesamtschule übernehmen. Der aus Lommersdorf stammende Fußballprofi hat dies aus Heimatverbundenheit versprochen.

Noch im März wird die Bezirksregierung wahrscheinlich eine kommissarische Schulleitung benennen, nach den Osterferien soll es einen ersten Elternabend geben. Die Schülerschaft besteht jeweils zur Hälfte aus Jungen und Mädchen. Die Klassen werden nicht nach den Herkunftsgemeinden gebildet, es wird also nicht eine Dahlemer oder jeweils zwei Blankenheimer und Nettersheimer Klassen geben. "Es hat sich nicht bewährt, Grundschulklassen in weiterführenden Schulen komplett zu übernehmen", sagte Susanne Daams-Steinert. Die Kinder könnten aber Wünsche äußern. Die Gesamtschule wird bewährte Elemente ihrer Vorgängerschulen übernehmen, so zum Beispiel den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt der Realschule Blankenheim.


Kölner Stadtanzeiger vom 20.02.2013 - Von Johannes Puderbach

 
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