UNA Nettersheim

Mittwoch, 23. Januar 2019
Die Grundschulen fusionieren
Montag, den 10. September 2012 um 17:30 Uhr

Nettersheim. Die Zukunft der beiden Grundschulen der Gemeinde wurde am Donnerstag im Schulausschuss erörtert. Demnach wird die Einrichtung in Marmagen wohl künftig mit der Grundschule Zingsheim einen Schulverbund bilden. Wie die Gemeindeverwaltung die Ausschussmitglieder vorab wissen ließ, beabsichtigen die Schulaufsicht und die Bezirksregierung Köln, die Leitungsfunktionen an den gemeindlichen Schulen neu zu besetzen.
 
„Solange die Gemeinde keine Entscheidung zur Verbundlösung trifft, unterfallen beide Grundschulen der Einzelbetrachtung und dies kann bei der Schulleiterbesetzung zu einer Situation führen, bei der bewährte und gerade in Leitungsfunktionen erfahrene Lehrkräfte unberücksichtigt bleiben“, orakelt die Verwaltung in einer Vorlage für den Ausschuss.

Grundsätzlich wurde durch den jüngsten Gesetzentwurf der Landesregierung der Zusammenschluss einer Gemeinschaftsgrundschule (Marmagen) mit einer Bekenntnisgrundschule (Zingsheim) in einem Schulverbund erst möglich, heißt es weiter. Darin ist die Schulleitung für Standorte unterschiedlicher Schularten so geregelt, dass beide Schularten in der Leitung vertreten sein müssen.

Dass Eile besteht, wissen die Verantwortlichen längst. Bereits vor einem Jahr stand die Marmagener Grundschule auf der Kippe. Bürgermeister Wilfried Pracht (CDU) hatte den Lokalpolitikern in einer Beschlussvorlage vorgeschlagen, die Schule zum Schuljahr 2012/2013 zu schließen und die Grundschule Zingsheim zum Hauptstandort zu machen. Alternativen dazu nannte Pracht in dem Schreiben nicht.

Eltern waren sauer
 
Damit handelte er sich seinerzeit heftige Kritik nicht nur der betroffenen Eltern und der UNA (Unabhängige und Grüne), sondern auch der christdemokratischen Fraktion ein. Bereits damals hatte der UNA-Fraktionschef Franz-Josef Hilger darauf hingewiesen, dass ein Schulverbund der beiden Einrichtungen grundsätzlich möglich und deshalb zu prüfen sei.

Umso erfreulicher, so Hilger nun am Donnerstag, sei die derzeitige Entwicklung im Schulgesetz. Hilger: „Zwar hätte man da schon früher drüber nachdenken sollen, doch wenn dass so eintritt, wie in der neuen Verwaltungsvorlage skizziert, und beide Standorte erhalten bleiben, dann ist das die Ideallösung für uns.“

Laut Verwaltung fällt die Schülerzahl in Marmagen im nächsten Jahr voraussichtlich auf unter 100 Schüler, im darauffolgenden Jahr auf unter 90. Der vorgesehene Schwellenwert für einen eigenständigen Schulstandort liegt bei 92 Schülern, Teilstandorte müssen mindestens 46 Schüler vorweisen.

2013/2014 werden demnach aus dem Einzugsbereich der Grundschule Marmagen 30 Schüler, für die Eingangsklassen in Zingsheim 32 Kinder erwartet. Laut Gesetzentwurf sollen Klassen mit mehr als 29 Schülern vermieden werden. Blieben beide Schulen eigenständig, müssten dann Schüler abgewiesen werden.

Durch die Einführung eines Höchstwertes pro Klasse (15 bis 29 Kinder) auf kommunaler Ebene können „die Schulträger die Aufnahmekapazität der Schulen beschränken und haben gleichzeitig die mehr Spielraum bei der Klassenbildung“, so die Gemeindeverwaltung. Marmagen und Zingsheim zusammen könnten den schulgesetzlichen Rahmenbedingungen gemäß mit der prognostizierten Anzahl von 62 Schülern drei Klassen bilden.

Die Mitglieder des Schulausschusses einigten sich darauf, die Errichtung eines Grundschulverbunds in Angriff zu nehmen.

Kölner Stadtanzeiger vom 10.09.2012 - Von Bernhard Romanowski
 
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