UNA Nettersheim

Freitag, 24. Mai 2019
Arbeitskreis erarbeitet Schulkonzept
Donnerstag, den 30. August 2012 um 07:53 Uhr
Blankenheim/Nettersheim. Die Vorbereitungen für die geplante Gesamtschule der Gemeinden Blankenheim und Nettersheim schreiten voran. Am Donnerstag kommender Woche werden sich beide Gemeinderäte erneut mit dem Vorhaben befassen.

"Es müssen noch einige Grundsatzbeschlüsse gefasst werden", berichtete der Blankenheimer Bürgermeister Rolf Hartmann. So werden die beiden Gemeinderäte etwa die Aufteilung der Schüler auf die beiden Standorte beschließen. Die Mittelstufe, also die Klassen 5 bis 10, sollen künftig in Blankenheim unterrichtet werden. Die Oberstufe der Gesamtschule, also die Klassen 11 bis 13, werden hingegen in Nettersheim auf die Abiturprüfung vorbereitet.

Endgültig festgelegt wird auch die Zahl der Parallelklassen: Konsens ist, eine vierzügige Schule zu gründen. Es müssen also einerseits mindestens 100 Anmeldungen vorliegen, andererseits werden aber auch nicht viel mehr Kinder in die neue Gesamtschule aufgenommen.

Insgesamt vier Schulträger aus dem Umkreis haben Bedenken gegen die Gründung der Gesamtschule angemeldet. Dabei handelt es sich um die Stadt Schleiden als Träger des dortigen städtischen Gymnasiums sowie um die Träger der drei katholischen Privatschulen in Schleiden, Steinfeld und Bad Münstereifel. Diese vier Schulen befürchten, dass ihnen künftig Schüler fehlen werden und somit ihre eigene Existenz gefährdet ist.

Anhörung

In diesen Tagen gibt es eine Anhörung dieser Schulen. Falls anschließend immer noch Bedenken bestehen, folgt ein Moderationsverfahren bei der Bezirksregierung in Köln.

Die Räte in Blankenheim und Nettersheim werden auch Antworten auf die Stellungnahmen der vier Schulträger beschließen. Und als Letztes werden sie festlegen, dass die Gesamtschule als Ganztagsschule geführt wird.

"Bisher wurde noch nie ein Antrag auf Gründung einer Gesamtschule abgelehnt", berichtete Erwin Nelles, stellvertretender Rathauschef in Blankenheim. Die Bezirksregierung Köln habe den Bedarf für eine weitere Gesamtschule in der Region ausdrücklich bestätigt. Das vorhandene Angebot in Weilerswist sei nicht ausreichend.

Da die Sommerferien vorbei sind, tritt in diesen Tagen auch zum ersten Mal der Arbeitskreis zusammen, der das Profil der neuen Schule entwickeln soll. Neben Lehrern und Schulleitern aus Blankenheim, Nettersheim und Dahlem sind auch Eltern künftiger Gesamtschüler im Arbeitskreis vertreten.

Das neuerliche Umschwenken Schleidener Politiker, die nun ebenfalls eine Gesamtschule gründen wollen, sieht man in Blankenheim ganz entspannt. "Das tangiert uns nicht, wir schauen nur auf unser Vorhaben", sagte Bürgermeister Hartmann. Und Giftpfeile auf die Nachbarkommunen abzuschießen, sei nicht seine Art. Ganz im Gegenteil: "Ich wünsche allen anderen nur das Beste."

Kölner Stadtanzeiger vom 30.08.2012 - Von Johannes Puderbach
 
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