UNA Nettersheim

Freitag, 19. Oktober 2018
Die Grundschule Marmagen steht auf der Kippe
Mittwoch, den 14. September 2011 um 16:01 Uhr
Geburtenrückgänge in der Gemeinde Nettersheim - Konzentration in Zingsheim?

Marmagen/Zingsheim. Das Schicksal der Grundschule Marmagen scheint so gut wie besiegelt. Auch wenn die Einrichtung noch nicht sofort ihre Pforten zumacht, könnte eine Schließung schon im nächsten Jahr Realität werden. So zumindest ist es den Ausführungen in einer Vorlage der Gemeindeverwaltung zu entnehmen, die in der nächsten Sitzung des Schulausschusses auf der Tagesordnung steht.

Die Gesamtbevölkerungszahl in der Gemeinde Nettersheim ist mit Stand vom 31. Dezember 2010 von 7695 auf 7605 Bürger gesunken. Auch bei den Geburten sind die Zahlen seit einigen Jahren rückläufig. Das macht sich auch im Bereich der Anmeldezahlen an den Schulen bemerkbar.

Dem Schulentwicklungsplan der Verwaltung ist zu entnehmen, dass es statt der bisher zwei Grundschulen, also der Schule in Marmagen und der Einrichtung in Zingsheim, künftig nur noch eine im Gemeindegebiet geben wird. In der Vorlage heißt es: "Auf der Grundlage der vorliegenden Geburtenzahlen der Jahre 2006 bis heute, die die Schüler für die Eingangsklassen 2013/14 bis 2017/18 bilden, ergibt sich aus pädagogischer und räumlicher Sicht, dass es nur noch einen Standort geben kann." Für die Klassenstärke gelte eine gesetzlich festgelegte Bandbreite von 18 bis 30 Schülern.

Bei insgesamt 54 Eingangsschülern (17 aus Nettersheim und Marmagen sowie 37 aus den übrigen Orten) können schon ab dem Schuljahr 2012/13 nur noch zwei Klassen gebildet werden, heißt es weiter. Demnach müssten, um an beiden Standorten Eingangsklassen bilden zu können, Schüler aus dem Einzugsbereich der Grundschule Zingsheim in Marmagen angemeldet werden.

In den folgenden Jahren könnten sich aber auch für den Standort Zingsheim mit seinem jetzigen Einzugsbereich zu wenig Kinder für die Mindestanmeldezahlen finden. Um "eine mindestens zweizügige Grundschule" im Gemeindegebiet zu erhalten und "die Schulqualität zu sichern", skizziert die Verwaltung folgende Entwicklung: Beide Standorte sind zwar für eine Zweizügigkeit ausgelegt und können jeweils acht Klassen aufnehmen. Zingsheim verfügt aber über die größere Schülerzahl und eine zentralere Lage und würde zum Hauptstandort in der Gemeinde gemacht.

Am Standort Marmagen würden die bestehenden Klassen "zu Ende beschult". Die Einschulung für das Schuljahr 2012/13 sollte laut Verwaltung bereits in Zingsheim erfolgen. Das Anmeldeverfahren an den Grundschulen soll demnach bis Mitte November durchgeführt werden. Die Verwaltung will einen Informationsabend veranstalten, um die Eltern anzuhören.

Der Zeitpunkt der endgültigen Zusammenführung der Grundschulen soll mit den Eltern und den Lehren "zu gegebener Zeit erörtert werden". Dann, so klingt die Vorlage aus, könnten gleichzeitig "Modelle über eine eventuelle veränderte Nutzung des Schulgebäudes Marmagen entwickelt werden".Der Schulausschuss tagt am Dienstag, 20. September, ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung im Rathaus in Zingsheim.

Kölner Stadtanzeiger vom 14.09.2011 - Von Bernhard Romanowski
 
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