UNA Nettersheim

Donnerstag, 23. Mai 2019
Die Devise heißt: Erst mal abwarten
Donnerstag, den 21. Juli 2011 um 16:45 Uhr
Noch zu viele offene Fragen

Kreis Euskirchen/Eifel. Auf Landtagsebene wird der neue Schulkonsens, den die rot-grüne Landesregierung und die CDU nun geschlossen haben, als großer Wurf gefeiert. Alle drei Fraktionen einigten sich auf einen Entschließungsantrag für die Sekundarschule - eine neue Schulform, die bis zum Herbst im Schulgesetz verankert werden soll. Auf kommunaler Ebene ruft das Konsenspapier allerdings noch keine Jubelschreie hervor - zumindest aus Blankenheim hört man doch recht verhaltene bis skeptische Töne zu dem Thema.

"Wir sind sehr geprügelt worden", schildert der Blankenheimer Kämmerer Erwin Nelles die Stimmung an der Oberahr, nachdem die gemeinsam mit Nettersheim geplante Gemeinschaftsschule gescheitert ist. "Wir brauchen Rechtssicherheit. Bislang sind nur die Eckpfeiler einer neuen Schulform eingeschlagen worden", hadert Nelles noch mit dem Signal aus Düsseldorf.

Er wird diese Woche mit dem Nettersheimer Bürgermeister Wilfried Pracht zur Bezirksregierung nach Köln fahren und deren Meinung einholen. Derzeit gebe es zu viele offene Fragen und Details, die bei den parlamentarischen Beschlüssen noch keine Rolle gespielt hätten, die aber für die Schulträger äußerst wichtig seien. Ob man es beispielsweise bei einer Realschule in Blankenheim belasse oder eine Sekundarschule mit Nettersheim gründe oder gar eine Gesamtschule in Angriff nehme, all das sei noch zu beraten.

Im letzteren Fall wäre das "Ahr-bitur" noch nicht vom Tisch, wie manche Kritiker schon unkten. Zudem werde die Gründung von Gesamtschulen laut Schulkonsens sogar erleichtert, weil die Zahl der notwendigen Schüleranmeldungen von bisher 112 auf 100 verringert werden soll.

Kölner Stadtanzeiger vom 20.07.2011 - Von Bernhard Romanowski
 
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