UNA Nettersheim

Mittwoch, 25. April 2018
Keinen im Regen stehen lassen
Freitag, den 01. Juli 2011 um 17:41 Uhr
Die Gemeinschaftsschule Blankenheim/Nettersheim wird es nicht geben. Nun rücken die Perspektiven für Kinder, Eltern und die Schulgemeinden in den Vordergrund. Über ebendiese informierten die Bürgermeister der beiden Bezirke auf einer Informationsveranstaltung.

BLANKENHEIM - Die Entscheidung, die Gemeinschaftsschule Blankenheim / Nettersheim nicht zuzulassen, steht. Nun rücken die Perspektiven für Kinder, Eltern und die Schulgemeinden in den Vordergrund. Einen kurzen Blick zurück warfen die Bürgermeister Rolf Hartmann (Blankenheim) und Wilfried Pracht (Nettersheim) auf der Informationsveranstaltung für die anwesenden Eltern dennoch.
„Wir haben auf die Zusagen, die es in unsere Richtung gab, vertraut. Jetzt werden wir gezwungenermaßen die Lehre daraus ziehen, dass wir nicht auf etwas vertrauen sollten, wofür es keine gesetzliche Grundlage gibt“, so Pracht. Und Hartmann ergänzte: „Wir haben alles versucht, die Klage der Steinfelder Salvatorianer aus der Welt zu räumen. Und das nicht erst im Juni. Leider ohne Erfolg.“

Nichtsdestotrotz stand für die Eltern die Frage im Raum: Hätte nicht früher die Bremse gezogen werden müssen? Zumal den meisten nicht klar gewesen sei, dass das Projekt Gemeinschaftsschule so stark auf der Kippe stand. Pracht äußerte zu den Fragen Verständnis, sagte aber auch klar: „Im April und auch Mai gab es keine Veranlassung für Panik. Wir hätten unsere Entscheidungen auch nach selbstkritischer Reflektion so gefällt. Gegen die juristischen Steine, die uns in den Weg gelegt wurden, waren wir chancenlos.“

Doch nun sollte der Blick nach vorne gerichtet werden. Schließlich ist der Zeitrahmen eng: Nach den in drei Wochen beginnenden Sommerferien muss eine Lösung für die an der Gemeinschaftsschule angemeldeten Kinder gefunden sein. „Wir haben Respekt für die Unterstützung, die es von Ihrer Seite gab. Die Enttäuschung sitzt auf allen Seiten tief. Aber wir wollen für alle Wünsche und Probleme nun eine Lösung finden.“

Ein unbürokratischer Weg wurde bereits eingeschlagen. Anmeldungen und Abmeldungen waren in der vergangenen Woche auch telefonisch möglich. Und am Dienstagabend konnten vor Ort Kinder angemeldet werden. In der nächsten Woche werden die Anmeldebestätigungen vorliegen. Die Frage, ob überhaupt Realschul-Eingangsklassen zustande kommen, beantwortete Schulleiter Johannes Mertens klar mit „Ja“. Gestriger Stand der Planungen: „Wir werden in jedem Fall dreizügig in Blankenheim starten“, so Mertens. Und auch an der Hauptschule Nettersheim liegen für die Bildung einer Klasse genug Anmeldungen vor. Die Blankenheimer Hauptschule betreffend müssen die kommenden Tage abgewartet werden. Aber für Kinder mit Hauptschulempfehlung wird es in jedem Fall eine Lösung geben, ob jeweils in Nettersheim und Blankenheim oder im Schulverbund.

Auch dem geäußerten Wunsch der Eltern auf einen Informationstag für die neuen Schüler wird nachgekommen. „Sobald die Anmeldung geschlossen ist, wird es diesen an der Realschule geben“, sagte Mertens. Sicher ist, so Pracht, für Eltern und Kinder eines: „Wir lassen niemanden im Regen stehen.“

Kölnische Rundschau vom 01.07.2011 - Von Vera Junker

 
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