UNA Nettersheim

Freitag, 19. Juli 2019
Aus für die Gemeinschaftsschule
Dienstag, den 21. Juni 2011 um 15:59 Uhr
Fast ein ganzes Jahr schon arbeiten die beiden Bürgermeister Rolf Hartmann und Wilfried Pracht an dem Projekt Gemeinschaftsschule Blankenheim-Nettersheim. Informationen aus Düsseldorf verraten das vorerste Scheitern des Projekts.
 
BLANKENHEIM - „Das ist schon heftig, was hier passiert!“ kommentierte gestern ein Blankenheimer Mitglied der Verwaltung die tiefe Enttäuschung, die sich an der Ahr breit gemacht hat. Das Unfassbare ist geschehen: Es gibt untrügliche Anzeichen dafür, dass das Projekt Gemeinschaftsschule Blankenheim-Nettersheim - vorerst - gestorben ist. Fast ein ganzes Jahr haben die beiden Bürgermeister Rolf Hartmann und Wilfried Pracht intensiv am Schul-Projekt gearbeitet, und nun ist alles Makulatur.
Nachdem die Nachricht gestern Nachmittag durchsickerte, war beim Schulministerium NRW noch keine offizielle Information dazu zu erhalten. Man führe noch interne Gespräche, lautete die offizielle Auskunft. Konkret äußern will sich das Ministerium dazu erst heute. Dennoch gibt es aus Düsseldorf zuverlässige Informationen, dass das Blankenheim-Nettersheimer Projekt auf Eis gelegt ist.

„Wir haben noch nichts Schriftliches, weder Nettersheim noch Blankenheim“, teilte Erwin Nelles von der Blankenheimer Verwaltung gestern mit. Im Rathaus waren Pracht und Hartmann zur Krisensitzung zusammengekommen. Gemeinsam wurde ein Schreiben formuliert, mit dem die Eltern über das Aus für die Schule informiert werden sollen.

Als die Rundschau Nettersheims Bürgermeister Wilfried Pracht auf die neue Entwicklung ansprach, war dieser sichtlich geschockt und besorgt, dass die Eltern durch die Medien beunruhigt werden könnten. Die Verwaltung werde allen Eltern per Kurier ein Schreiben zukommen lassen, um diese von den Problemen zu informieren. Dieses finden die Betroffenen heute in ihren Briefkästen (Auszüge daraus s. Kasten). „Die Eltern müssen jetzt von uns eine klare Perspektive bekommen“, sagte Bürgermeister Pracht. „Was uns unheimlich leid tut, ist, dass die Kinder, denen man monatelang Hoffnung gemacht hat, nicht an diese Schule können“, sagte er. „Wir glauben aber, dass die Realschule Blankenheim, die ja einen guten Ruf genießt, und die beiden Hauptschulen das auffangen können.“

Doch wie kam es zum plötzlichen Aus für den Blankenheim-Nettersheimer Schulversuch? Laut Pracht ist das Nein des Oberverwaltungsgerichts zur Gemeinschaftsschule Finnentrop der Grund für den Stopp der Schule. Demnach sind nämlich nun auch alle weiteren noch nicht abgeschlossenen Verfahren rechtswidrig. „Wir hatten ja auch bereits eine Genehmigung, doch diese ist ja leider beklagt worden“, ärgert sich Pracht. Deshalb wurde die Genehmigung der Gemeinschaftsschule Blankenheim-Nettersheim nicht bestandskräftig. Ansonsten hätte auch die Eifeler Schule an den Start gehen können. Zwölf Schulen haben dies in NRW ohne Widerspruch und ohne Klagen geschafft.

Pracht hofft nun, dass es zu einer gesetzlichen Regelung in Sachen Gemeinschaftsschule kommen wird. „Das scheint ja relativ sicher zu sein“, sagt er. Allerdings werde damit nicht mehr bis zu den Ferien zu rechnen sein. Er sei aber relativ zuversichtlich, dass die neue Schule im übernächsten Schuljahr an den Start gehen könne. „Wir werden eine Zeitverzögerung von einem Jahr haben.“

Kölnische Rundschau vom 21.06.2011 - Von Klaus Pesch

 
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