UNA Nettersheim

Donnerstag, 24. Oktober 2019
"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht"
Sonntag, den 06. Februar 2011 um 16:17 Uhr
Anmerkung der UNA:
Der folgende Artikel "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht"  wurde im Stadt-Anzeiger am 5. 2. 2011 veröffentlicht

Blankenheim. Große Freude herrschte am Donnerstagabend im Blankenheimer Ausschuss für Generationen darüber, dass die Gemeinde gemeinsam mit Nettersheim den Zuschlag für die Gemeinschaftsschule inklusive gymnasialer Oberstufe bekommen hat. Doch bei aller Freude blieb man über alle Parteigrenzen hinweg sachlich und will nun konzentriert die kommenden Aufgaben angehen, wie etwa die Planung einer Schulmensa und die Einrichtung weiterer Fachräume.

Auf die verbalen Attacken, wie sie der Schleidener Bürgermeister Ralf Hergarten gegen die neue Schule an der Oberahr geritten hatte, reagierten die Blankenheimer Politiker gelassen. Zu Beginn der Debatte gab Bürgermeister Rolf Hartmann (parteilos) einen Überblick über die Ereignisse der jüngsten Wochen. Nachdem das Schulministerium mündlich mitgeteilt habe, dass die Gemeinschaftsschule genehmigt werde, habe es "ein Bürgermeister-Kollege geschafft, unsere Eltern zu verunsichern", sagte Hartmann, ohne Hergartens Namen zu nennen. Dieser habe den Eindruck erwecken wollen, dass es noch gar keine Genehmigung gebe.

Bei der anschließenden Besprechung im Schulministerium mit den Bürgermeistern aus Bad Münstereifel, Schleiden, Nettersheim und Blankenheim sei, so Hartmann weiter, hingegen ganz klar gesagt worden, das Nettersheim und Blankenheim einen Anspruch auf eine gymnasiale Oberstufe hätten. "Unsere Kinder müssen nun nicht mehr sternförmig durch die Gegend gekarrt werden", freute sich der Bürgermeister. Bei 22 000 Einwohnern, die Blankenheim, Nettersheim und Dahlem zusammen hätten, sei es nicht vermessen, in Zukunft ein gymnasiales Angebot vorzuhalten.

"Fakt ist aber auch, dass bis zum Jahr 2020 die Zahl der Gymnasiasten aus demographischen Gründen um mehr als die Hälfte schrumpfen wird", sagte Hartmann. Das ein oder andere der jetzigen Gymnasien werde dann nicht mehr bestehen. Und weiter: "Ich bin überzeugt, dass unsere Gemeinschaftsschule dann mit einem Gymnasium kooperieren wird."

"Klage wäre schlecht"
 
Man sei weiterhin bereit, auf gleicher Augenhöhe Gespräche mit den Nachbarkommunen zu führen. Hartmann wörtlich: "Eine Klage wäre eine schlechte Grundlage für solche Gespräche."

"Die Angelegenheit ist so positiv gelaufen, weil wir im Gegensatz zu anderen Kommunen unsere Hausaufgaben gemacht haben", meinte Ingo Bings (CDU). Eine Schulentwicklungsplanung sei in anderen Kommunen noch nicht gelaufen. "Die Gemeinde bekommt nun einen irren Schub, sogar in Euskirchen lobt man uns", freute sich Heinz-Toni Schneider (CDU), der an einem Gymnasium in der Kreisstadt unterrichtet.

"Die grünen Kollegen in Schleiden sind neidisch", berichtete Regine Muthesius, Fraktionschefin der Grünen. "Ihr habt hinbekommen, was wir nicht geschafft haben", gab sie die Meinung ihrer Parteifreunde wieder. UWV und SPD äußerten sich ähnlich.

Als nächster Schritt steht nun die Gründung eines gemeinsamen Schulzweckverbandes mit Nettersheim an. Auch diesen Schritt wollen die Kommunen partnerschaftlich angehen. Für den 1. März ist deshalb eine gemeinsame Sitzung mit Politikern der Nachbarkommunen terminiert. 

Kölner Stadtanzeiger vom 05.02.2011 - Von Johannes Puderbach
 
 
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