UNA Nettersheim

Donnerstag, 21. März 2019
Großer Andrang führt zu Platzmangel am Finkenberg
Samstag, den 10. September 2016 um 20:13 Uhr

Blankenheim - Die Meinung der Klasse 5d ist einstimmig. Aus 26 Kehlen kommt ein langgezogenes „Nein“ auf die Frage, ob sie denn lieber im richtigen Schulgebäude unterrichtet werden würden, als in den Containern in unmittelbarer Nähe zum Sportplatz. Da das Schulzentrum auf dem Blankenheimer Finkenberg aus allen Nähten platzt, wurden in den Sommerferien auf dem Schulhof vier große Container aufgestellt, in denen nun drei fünfte Klassen unterrichtet werden. In einem Container ist zudem ein Differenzierungsraum eingerichtet. „Für Miete, Aufbau und Stromanschluss der Container sowie für Folgekosten muss der Schulzweckverband in den kommenden zwei Jahren 230 000 Euro aufbringen“, erklärte Verbandsvorsteher Rolf Hartmann. Dem Schulzweckverband gehören die Kommunen Blankenheim und Nettersheim an, die die Gesamtschule Eifel gemeinsam betreiben.

Foto: SteinickeIn den vier Containern finden aber nicht alle Eingangsklassen Platz. Zwei weitere fünfte Klassen werden im eigentlichen Schulgebäude unterrichtet. Dort wurde in den Sommerferien kräftig modernisiert. „Wir haben drei Kinder mit dem Förderschwerpunkt im Bereich Hören und Kommunikation“, sagt Schulleiterin Eva Balduin: „Die Schüler tragen Hörgeräte und der Lehrer unterrichtet mit einem Mikrofon. Das funktioniert problemlos – auch dank der neuen Akustikdecken, die viele Geräusche absorbieren. Das ist ein ganz anderes Unterrichten.“

Ein Fachmann hatte im Vorfeld die Schule besichtigt und festgestellt, dass die vorhandenen Räume aus akustischen Gründen für diese Kinder nicht geeignet sind. Nicht nur die Kinder sind von den Klassenräumen in den Containern begeistert. Auch bei der Schulleiterin und im Lehrerkollegium kommt die Zwischenlösung gut an. „Es ist eine kleine Schule in der Schule. Der kurze Weg auf den Schulhof und den Sportplatz bietet bei den Fünftklässlern den Vorteil, dass ihr Bewegungsdrang einfacher gestillt werden kann“, so Balduin, die froh ist, dass die Gesamtschule so gut angenommen wird. „Die Schule boomt“, sagt sie und weist darauf hin, dass nur dank einer Sondergenehmigung der Bezirksregierung erneut fünf Eingangsklassen gebildet werden konnten. Bei der Gründung der Schule hatte man ursprünglich nur mit vier Zügen geplant.

Foto: Steinicke„Wir werden wohl auch im kommenden Jahr wieder nicht mit den vorhandenen Räumen hinkommen“, befürchtet die Schulleiterin. Dies sei, so versichert Bauingenieur Christoph Diederich, allerdings kein Problem.

„Wenn für das kommende Schuljahr weitere Container aufgestellt werden müssen, wird kein weiterer Platz auf dem Schulhof benötigt. Die Container können dann auf die schon vorhandenen Exemplare gesetzt werden und sind dann über eine Treppe zu erreichen“, sagt Diederich. Allerdings wären auch diese nur ein Provisorium.

„Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr mit dem Erweiterungsbau als Dauerlösung beginnen können. An uns wird es nicht liegen“, sagt Verbandsvorsteher Hartmann. Diederich ergänzt: „Bis zur Fertigstellung des Anbaus werden mindestens zwei Jahre vergehen.“ Auch die Aula im bestehenden Gebäudekomplex soll modernisiert und zur Mensa und zu einem Multifunktionsraum umgebaut werden, so Hartmann. Er sprach von einem Investitionsvolumen von rund 7,5 Millionen Euro, da auch am Teilstandort Nettersheim gebaut werde.


Kölner Stadtanzeiger vom 08.09.2016 - Von Tom Steinicke

 

 

 
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