UNA Nettersheim

Montag, 22. Januar 2018
Schulzentrum wird für mehrere Millionen Euro modernisiert

Blankenheim. Das Schulzentrum auf dem Blankenheimer Finkenberg, in dem zur Zeit noch Real- und Gesamtschule untergebracht sind, soll in den kommenden beiden Jahren zu einem hochmodernen Schul- und Kulturzentrum umgebaut werden. Zwei Planer stellten das Vorhaben, das mehrere Millionen Euro kosten wird, am Montagabend in der Sitzung des Schulzweckverbandes Blankenheim-Nettersheim vor.

„Da wir jüngst beschlossen haben, die Klassen fünf bis zehn der Gesamtschule am Standort Blankenheim zu unterrichten, ist ein An- und Umbau des Schulzentrums unumgänglich“, sagte der Verbandsvorsteher, der Blankenheimer Bürgermeister Rolf Hartmann (parteilos) zu Beginn der Beratung. Dann erteilte er Architekt Peter Pütz vom Euskirchener Büro Pützfelderhof das Wort. Pütz kenne das Schulzentrum gut, weil er auch schon bei der energetischen Sanierung des Gebäudekomplexes vor einigen Jahren beteiligt war.

„Zunächst stellte ich in Absprache mit der Schulleitung einen Bedarfsplan auf“, berichtete der Architekt. Denn die Gesamtschule, die in zwei Jahren das gesamte Gebäude alleine belegen wird, hat einen sehr großen Raumbedarf. Pro Jahrgang werden vier bis fünf Klassenzimmer benötigt, hinzu kommen Differenzierungs- und Fachräume, zum Beispiel für Naturwissenschaften. Auch eine Küche und eine Mensa stehen auf dem Wunschzettel. Und nicht zuletzt soll das gesamte Schulzentrum, das sich über mehrere Etagen erstreckt, barrierefrei werden.

„Eine Aufstockung des Gebäudes ist nicht möglich, denn die Statik gibt das nicht her“, sagte Pütz. Also müsse ein Anbau errichtet werden. Der sinnvollste Platz dafür sei neben dem Terrassengebäude, in dem bislang die Realschule untergebracht ist. Dieser Gebäudeteil ist stufenförmig an den Finkenberg angepasst und erstreckt sich über drei Untergeschosse. „An dieser Stelle müssen wir auch keine Fläche vom Schulhof wegnehmen“, argumentierte der Architekt.

Der Neubau soll in einem Abstand von sechs Metern neben dem bestehenden Trakt gebaut werden. Auch der Neubau ist in Terrassenform geplant, jede Etage ist per Gang mit dem Nachbargebäude verbunden. Im Neubau ist ein Aufzug vorgesehen, sodass dieses und das Nachbargebäude auch per Rollstuhl erreichbar sind. In die bestehenden Gebäudeteile sollen zwei weitere Plattformaufzüge eingebaut werden, auch die Sporthalle ist anschließend barrierefrei erreichbar.

Sowohl der Flügel, in dem früher einmal die Hauptschule unterbracht war, als auch der Realschulkomplex samt Anbau werden so gestaltet, dass jeweils die Klassenräume eines Jahrgang in direkter Nachbarschaft liegen. In unmittelbarer Nähe sind auch Differenzierungs- und Gemeinschaftsräume vorgesehen sowie eigene Lehrerzimmer. Auch das begrünte Außengelände soll in die Unterrichtseinheiten eingebunden werden. „Denn Schüler und Lehrer sind wie eine Familie, die hier oben zu Hause sind und lernen“, erklärte der Architekt.

Die Politiker lobten den Entwurf. Er sei modern und passe in die Landschaft. Sie beschlossen einstimmig, mit dieser Planung fortzufahren.


Kölnische Rundschau vom 07.07.2016 - Von Johannes Puderbach

 

 
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