UNA Nettersheim

Freitag, 17. Januar 2020
Kräftiges Plus in der Kasse

Nettersheim. Ob Wehmut mit im Spiel war? Darüber ließ Bürgermeister Wilfried Pracht sich nichts entlocken, als er am Dienstagabend den letzten Haushaltsentwurf seiner Amtszeit in den Haupt- und Finanzausschuss einbrachte. „Bei diesem Haushalt habe ich ein Top-Gefühl“, wich er lachend der Frage des UNA-Fraktionsvorsitzenden Franz-Josef Hilger nach seinen Emotionen aus und blieb lieber auf der Ebene der Zahlen.

Diese können sich auch sehen lassen. Besonders erfreulich sei die Entwicklung, die der Haushalt in diesem Jahr genommen habe. Mit einem Überschuss von 156 000 Euro hatte man geplant. Doch nach den aktuell vorliegenden Zahlen werden es 1,5 Millionen sein, die zu Jahresende im Gemeindesäckel bleiben.

Dies sei zum einen auf eine kräftig sprudelnde Gewerbesteuer zurückzuführen, die statt der prognostizierten 2,1 Millionen mehr als drei Millionen eingebracht habe. Zum anderen sei es gelungen, aus dem Verkauf der Grundstücke in den Baugebieten 3,2 Millionen Euro zu erlösen.

Mit einem derartigen Überschuss sei aber 2020 nicht zu rechnen. Nicht nur, dass die Gewerbesteuer sich wieder normalen Werten annähern werde. Auch sei die Zahl der Grundstücke, die verkauft werden könnten, endlich. Trotzdem kann die Gemeinde davon ausgehen, wieder einen ausgeglichenen Haushalt zu haben. „Wir haben einen Überschuss von 33 000 Euro veranschlagt“, erläuterte Pracht.

Dabei sind Investitionen in Höhe von elf Millionen Euro vorgesehen, ohne dass dem eine Kreditaufnahme gegenübersteht. Umgesetzt werden die Projekte erst in den nächsten Jahren. In der Verwaltung sei nicht die Kapazität vorhanden. „Vier bis fünf Millionen Euro, das können wir leisten“, so Pracht.

Engagement der Bürger

Das Eigenkapital habe sich auf 73 Millionen Euro erhöht. Mit einer Ausgleichsrücklage, die durch den aktuellen Überschuss wieder auf 3,2 Millionen Euro anwachse und einer allgemeinen Rücklage von rund 70 Millionen seien wieder die Werte erreicht, die bei der Einführung der Neuen Kommunalen Finanzmanagements vor zehn Jahren eingerichtet worden seien.

Eine hervorragende Entwicklung sei, dass die Aufnahme von Kassenkrediten eingeschränkt werden konnte. „Wir haben heute ein Plus von 893 000 Euro auf dem Konto, vor einem Jahr waren es 3,5 Millionen Euro minus“, erinnerte er an das Vorjahr. Darüber hinaus sei es gelungen, weder die Gebühren noch die Steuern zu erhöhen, so Pracht. „Dieser Haushalt ist ein solides Fundament für alles, was in der Zukunft bevorsteht“, schloss er.

Wie die anderen Fraktionssprecher und der Bürgermeister dankte Guido Kurth (CDU) den Bürgern, die durch ihr ehrenamtliches Engagement den Haushaltsausgleich ermöglichen: „Wir könnten uns das nicht leisten, wenn das nicht die Bürger unterstützen würden.“ Eigentlich diene die Haushaltsdebatte in Nettersheim vor allem dazu, sich zu bedanken: Durch die Arbeit der vor zehn Jahren eingerichteten Haushaltskommission seien die wesentlichen Fragen geklärt, ergänzte Franz-Josef Hilger.


Kölner Stadtanzeiger vom 12.12.2019 - Von Stephan Everling

 

 
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