UNA Nettersheim

Samstag, 15. Dezember 2018
Viele Lieferanten haben Frischholz-Einschlag eingestellt

Kreis Euskirchen. „Der Holzabfluss läuft nicht“, sagt Christoph Böltz, der Leiter des Regionalforstamts. Es gebe kaum freie Transportkapazitäten, um die befallenen Stämme aus dem Wald und in die Sägewerke zu bringen, bevor die Käfer herausschlüpfen können.

Auch die Mitarbeiter der Sägewerke haben alle Hände voll zu tun. Über die Mengenverpflichtungen hinaus, die ohnehin mit den Forstämtern und Forstbetriebsgemeinschaften bestehen, hat etwa die Pauls Holz GmbH, die Sägewerke in Zingsheim und am Stammsitz in St. Vith betreibt, nach Angaben von Geschäftsführer Christophe Pauls auch Zusatzmengen übernommen. Dabei sei eine enge Zusammenarbeit mit den Stamm-Lieferanten unerlässlich. Pauls: „Wir haben genauso ein Interesse daran, dass das Käfer-Problem in Schach gehalten wird. Der Wald ist unser aller Zukunft.“ In beiden Sägewerken werden laut Pauls täglich je rund 500 Festmeter Fichtenholz gesägt. Im Zingsheimer Werk werden hauptsächlich Rundhölzer aus der Eifel und dem Bergischen Land verarbeitet.

Einen gewissen Käferholz-Anteil sieht der Forst laut Pauls ohnehin immer vor. Doch in diesem Jahr sei die Menge an Käferholz in einigen Regionen sogar größer als die geplante Gesamteinschlagsmenge. Daher, so Pauls Beobachtung, haben viele Lieferanten den Frischholz-Einschlag eingestellt – das von Käfern befallene Holz hat Vorrang.

Qualität ist geringer

Jedoch ist die Qualität des Käferholzes geringer als die des Frischholzes. Der deutlich höhere Sortier-Aufwand und die erhöhte Ausschuss-Quote führe zu Problemen in den Produktions-Abläufen. Pauls räumt zudem mit einem Gerücht auf, dass im Umfeld der Sägewerke der Borkenkäfer-Befall deutlich erhöhte sei. „Der erste Arbeitsschritt auf dem Rundholzplatz ist das Entrinden des Stammes, bevor der Stamm vermessen, auf Länge gekappt und nach Durchmesser sortiert wird. In unseren Zwischenlagern befinden sich daher ausschließlich entrindete Stämme. Die Rinde landet schlussendlich in der Verbrennung“, so Christophe Pauls über die Arbeitsschritte.


Kölner Stadtanzeiger vom 10.11.2018 - Von Stephan Everling und Ramona Hammes

 

 
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