UNA Nettersheim

Montag, 19. November 2018
Rettungswache ist am Netz

Malteser Hilfsdienst betreut den neuen Standort in Marmagen – Einsatzzahlen sind angestiegen

Marmagen. Wer in den Straßen seines Orts einen Rettungswagen stehen sieht, bekommt oft einen Schrecken. Was ist passiert? Wer ist krank? Das sind die Gedanken, die einem in dieser Situation kommen. In Marmagen an der Kölner Straße sind die Sorgen gänzlich überflüssig, denn das auffällig rote Fahrzeug des Euskirchener Rettungsdienstes steht vor der neuen Rettungswache, die seit einem Monat in Betrieb ist.

Die Stimmung in den neuen Räumen ist bestens. Betrieben wird die Wache vom Malteser Hilfsdienst. „Alles wunderbar“, schwärmte Dieter Hildebrandt, Leiter der Rettungswache, von der Einrichtung. Elf hauptamtliche Kräfte, darunter zwei Frauen, arbeiten dort seit dem 12. September, um rund um die Uhr die Notfallversorgung sicherzustellen. Die ersten Einsätze sind bereits gefahren worden.

Kräfte aus den eigenen Reihen

Die Wache ist die Reaktion der Kreisverwaltung auf die gestiegenen Einsatzzahlen im Rettungsdienst. „Das ist ein allgemeiner Trend“, sagte Martin Fehrmann. Von 2011 bis 2015 ist laut Rettungsdienstbedarfsplan die Zahl der Notfalleinsätze mit RTW von 21.866 auf 27.556 gestiegen. So wurde beschlossen, die Zahl der Rettungswachen zu erhöhen und mit einem neuen Standort in Marmagen die Versorgung zu optimieren. Während ein Teil der Leute aus eigenen Kräften rekrutiert werden konnte, kamen andere von der Bundeswehr und vom DRK in Rheinland-Pfalz.

„Marmagen ist auch Lehrrettungswache“, sagte Hildebrandt. „Das funktioniert sehr gut hier“, so Christian Butzke, der mit Andreas Samson eines der Einsatzteams bildet. Vor allem der Bereich zwischen Nettersheim, Teilen von Dahlem und Kall sei ihr Einsatzgebiet, erläuterte er. Welcher Rettungswagen wann wohin fährt, errechnet ein Computerprogramm, das die kürzesten Fahrzeiten der Fahrzeuge dank ihrer GPS-Ausrüstung bestimmen kann.

Wie vier andere Fahrzeuge ist der in Marmagen stationierte ebenfalls mit dem Telenotarztsystem ausgestattet, das die Notfallbetreuung verbessert. „Wir leben hier, wir wollen mitgestalten“, sagte Butzke. Die Nähe zur Bevölkerung beruhe auf Gegenseitigkeit, wie Anita Milz, Eigentümerin des Hauses, in dem die Wache untergebracht ist, sagte. „Wir waren begeistert von der Idee und haben das sofort herrichten lassen“, erzählte sie. Die Räume, in denen früher die KSK war, hatten nicht leer gestanden, sondern waren betrieblich genutzt worden.


Kölner Stadtanzeiger vom 19.10.2018 - Von Stephan Everling

 

 
mod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_counter
Copyright © 2018 UNA Nettersheim. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.