UNA Nettersheim

Freitag, 19. Oktober 2018
Schulzentrum ist bald barrierefrei

Blankenheim. Ein Richtfest mit verspätetem Richtspruch feierten am Montagnachmittag rund 50 Gäste aus Politik, Verwaltung, Lehrerschaft und Wirtschaft am Schulzentrum auf dem Blankenheimer Finkenberg. Denn der Handwerker, der den traditionellen Akt für den fertiggestellten Rohbau der Erweiterung der Schule vornehmen sollte, steckte noch auf der Autobahn.

Da jedoch schon ein Bäumchen auf dem Dachgebälk des Anbaus thronte, ergriff Rolf Hartmann, Verbandsvorsteher des Schulzweckverbandes Blankenheim-Nettersheim, nach einigen Minuten Wartezeit das Wort. „Wir alle gemeinsam können stolz sein“, sagte er in einem zugigen Raum des Rohbaus, während draußen ein kalter Regen niederging. Es sei ein harmonischer Fünfklang gelungen, fuhr er fort. Planer, Handwerker, Politik, Verwaltung und Schule hätten prima zusammengearbeitet.

„Nun kann man sehen, welche enormen Dimensionen dieser Anbau hat“, sagte Hartmann, der auch Blankenheimer Bürgermeister ist. Der Erweiterungsbau hat eine Nutzfläche von rund 2000 Quadratmetern, die sich auf drei Etagen verteilen. In ihm werden zwölf Klassenräume für die Gesamtschule Eifel untergebracht, außerdem zwei Differenzierungsräume, vier dezentrale Lehrerzimmer sowie Räume für Putzmittel und Technik. Selbstverständlich wird es dort auch Toiletten geben sowie als Besonderheit einen Veranstaltungsraum samt Bühne, der auch von der örtlichen Vereinen genutzt werden kann.

Eine wichtige Rolle wird auch der Aufzug übernehmen, der in den Anbau montiert wird. Denn durch seine Hilfe können Rollstuhlfahrer die verschiedenen Ebenen von Anbau und Altbau erreichen. Bislang war das Schulzentrum, in dem früher Realschule und Hauptschule untergebracht waren, nicht barrierefrei.

„Hier waren fachkundige Handwerker im Einsatz“, urteilte Wilfried Pracht, der Nettersheimer Bürgermeister. Anders sei es beim alten Schulgebäude in Nettersheim, das im Jahr 1978 errichtet wurde und derzeit saniert und umgebaut wird, um dort ab dem kommenden Schuljahr die Oberstufe der Gesamtschule Eifel unterzubringen. In diesem Gebäude seien nicht alle Wände im Lot, diese müssten nun begradigt werden.

„Unsere Gesamtschule ist auf einem guten Weg, sie ist die Schule der Zukunft“, so Pracht weiter. Eifeler Kommunen müssten darauf achten, nicht abgehängt zu werden. „Was wären Blankenheim und Nettersheim ohne weiterführende Schule?“, fragte er in die Runde.

Glücklich war Direktorin Eva Balduin. „Es erfüllt uns mit Freude, dass wir so ein tolles Gebäude bekommen“, sagte sie.

Mit dem Rohbaus ist der erste Bauabschnitt der Erweiterung bereits nach knapp einem Jahr fertiggestellt. Denn der erste Spatenstich erfolgte im Oktober 2017. Der Rohbau kostet rund 4,8 Millionen Euro, für den Anbau sind insgesamt 9,2 Millionen Euro veranschlagt. Bis zum Beginn des Schuljahres 2019/20 soll der Anbau fertiggestellt sein.

Im Anschluss an das Richtfest tagte die Verbandsversammlung. Sie befasste sich mit der weiteren Planung des Umbaus. Konkrete Beschlüsse fasste sie für die Gestaltung der Schulhöfe. Offen ist noch die Anlage der Parkplätze. Aus Sicherheitsgründen sollen die Busparkplätze, die Stellplätze für die Lehrerautos sowie ein Kiss&Ride-Parkplatz strikt getrennt werden. Außerdem wurden Aufträge für den Innenausbau vergeben.


Kölner Stadtanzeiger vom 26.09.2018 - Von Johannes Puderbach

 

 
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