UNA Nettersheim

Montag, 19. November 2018
22 Filme in der urigen Scheune gezeigt

Nettersheim. Der Abschlussfilm war wie ein Motto: „Das Leben ist ein Fest“ beendete den diesjährigen Nettersheimer Kinosommer in der Scheune. Als Kino-Fest bleibt wohl vielen der insgesamt rund 1600 Besucher das fünfwöchige Filmangebot am ungewöhnlichen Ort in der urigen Scheune des Nettersheimer Hofs in Erinnerung.

22 Filme zeigten Thomas Kamm, Rosie Plazcek und Filmvorführer Peter Scheibe zwischen dem 14. Juli und dem 12. August beim Kinosommer. Amina Meyendriesch verkaufte am kleinen Kiosk unter anderem Popcorn an die Besucher und Besucherinnen. Viel mehr brauchte es für einen gelungenen Kinoabend in diesem Sommer nicht.

„Die 80 Sitzplätze in der Scheune vor der Leinwand waren bei allen Abendveranstaltungen ausgebucht“, berichtete Thomas Kamm erfreut. Er ist in Nettersheim für die Filmauswahl verantwortlich. Einzig die Kinderfilm-Vorstellungen – am Wochenende wurde „Robbi, Tobbi und das Fliewatüt“ gezeigt – seien etwas weniger nachgefragt gewesen. Womöglich war das kein Wunder angesichts der Sommer-Daueralternative mit grenzenlosem Badewetter.

Für Thomas Kamm hat sich das Risiko erneut gelohnt. Notdürftig war das Scheunendach vor Beginn des jüngsten Filmsommers noch abgedichtet worden. Doch niemand musste besorgt sein, denn auch das Wetter spielte mit: So gut wie kein Regenguss war bis zum Filmfestschlusstag zu verzeichnen.

Das muss aber nicht immer so gut gehen. Daher hat Thomas Kamm Bedenken: „Für 2019 muss das Scheunendach unbedingt fachgerecht gegen Regen und Sturm neu eingedeckt sein. Sonst mache ich es im kommenden Jahr nicht mehr. Das Risiko ist mir dann einfach zu groß!“ Die Gemeinde sei bereits entsprechend informiert. Nun hofft Kamm, dass bis zum kommenden Mai entsprechend gehandelt wird. Dann will Kamm das nächste Scheunenkino-Programm stehen haben.

Den Wunsch teilen vermutlich die meisten der rund 1600 Besucher der 22 Filmvorführungen in diesem Jahr. „Das Ambiente in der Scheune ist einfach großartig“, schwärmte am vergangenen Samstag auch Daniela Gerhards, die mit ihren Kindern Aaron (7 Jahre alt) und Noah (9) aus Dreiborn zur Kinderfilmvorstellung nach Nettersheim gekommen war.

Eva Evertz aus Nettersheim, mit Sohn Linus (5) ebenfalls zum Kino in der Scheune gekommen, sah es ähnlich: „Das sollte unbedingt erhalten bleiben! Wo ist denn das nächste Kino? Wir müssten nach Hillesheim oder nach Euskirchen fahren.“

Die beiden Mütter und das Quartett vom „Kino in der Scheune“ hoffen nun, dass auch die Gemeinde das in der Region in dieser Form einzigartige Kinoerlebnis erhalten will und vielleicht bei den nötigen Arbeiten hilft. Dann könnte Thomas Kamm Mitte September wieder erleichtert zur Filmkunstmesse nach Leipzig fahren: Dort, wie auch bei der Berlinale, sichten Deutschlands Kinobetreiber die neuesten Filme und buchen die Kopien.


Kölner Stadtanzeiger vom 14.08.2018 - Von Stefan Lieser

 

 
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