UNA Nettersheim

Mittwoch, 23. August 2017
Mit dem Konzept nicht zufrieden

Ausschuss vertagte Thema Nahverkehrsplan

Nettersheim. Für eine Verbesserung der Fahrpläne im ÖPNV für die Gemeinde Nettersheim soll die Fortschreibung des Nahverkehrsplans im Kreis Euskirchen genutzt werden. Das wurde in der Sitzung des Bauausschusses deutlich, in der der Kreis-Fachbereichsleiter Achim Blindert die Konzeption vorstellte. Doch die Vorstellungen von Verwaltung und Ausschuss gingen darüber hinaus.

Bei den von Kreisseite angebotenen Alternativen sollten die Busse bis 20.30 Uhr fahren. "Wir haben den Bahnhof nun mit viel Aufwand ertüchtigt, da sollten die Busse bis zum letzten Zug fahren", forderte Nettersheims Bürgermeister Wilfried Pracht. Das würde bedeuten, dass montags bis donnerstags sowie sonntags eine Bedienung bis 23.30 Uhr, samstags bis 0.30 Uhr und am Freitag bis 1.30 Uhr erfolgen sollte.

Eine Einigung darüber stellte Blindert in Aussicht. Weniger begeistert zeigte er sich von den Wünschen der Nettersheimer Ratsmitglieder, in den Stoßzeiten die Strecke im Einstundentakt zu bedienen und sich ansonsten mit einem Zweistundentakt zu begnügen. Solche Angebote würden von den Nutzern nicht angenommen, da die sich die unterschiedlichen Bedienungszeiten nicht merken könnten, sagte er.

Eine Ausweitung des Angebots würde nach seinen Berechnungen für Mehrkosten von 18 500 Euro pro Jahr führen. Ratsvertreter aller Fraktionen forderten aber genaue Angaben der anfallenden Kosten. Da diese nicht vorlagen, wurde die Abstimmung in den Haupt- und Finanzausschuss verschoben.

Pracht sprach auch die Abrechnung der Kosten für den Öffentlichen Nahverkehr an. Nettersheim sei bei der Berechnung der Nutzungskilometer benachteiligt, da überörtliche Buslinien über das Gemeindegebiet führten. "Wenn das über die Kreisumlage finanziert würde, könnte Nettersheim rund 90 000 Euro sparen", rechnete der Bürgermeister vor.

Fahrt bis vor die Haustür

Uneinigkeit gab es über den Fahrpreis des "Taxibus Plus", der mit der nächsten Fahrplanänderung auch in Nettersheim eingeführt werden soll. Durch die Haustürbedienung werde der Fahrpreis von einem auf 1,20 Euro erhöht.

"Wir sprechen hier über diejenigen, die mit dem Euro rechnen müssen", mahnte Guido Kurth (CDU). "Behinderte werden dankbar sein, wenn sie bis zur Haustür gefahren werden", sagte dagegen Franz-Josef Hilger (UNA). Blindert widersprach Befürchtungen von Kurth, dass sich durch die Haustürbedienung die Fahrzeiten verlängern würden.


Kölner Stadtanzeiger vom 23.03.2017 - Von Stephan Everling

 

 
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