UNA Nettersheim

Mittwoch, 28. Juni 2017
Wird die im Wald bei Buir liegende Industrieruine bereits 2018 saniert?

Nettersheim-Buir - Die Chancen, dass die im Wald bei Buir liegende Industrieruine entsorgt werden kann, sind gestiegen: Der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV) in Hattingen berichtete, dass fünf neue Projekte in den Maßnahmenplan der Organisation aufgenommen seien.

Darunter befindet sich nun auch das ehemalige Holzimprägnierwerk der Firma Ruhr KG.

Umweltschützer hatten in den vergangenen Jahren immer wieder moniert, dass das Gelände als Abenteuerspielplatz missbraucht werde und unzureichend gesichert sei. Gleichzeitig hatte die Gemeinde Nettersheim betont, dass sie auf jeden Fall eine kostenneutrale Sanierung des Geländes anstrebe.

Kostenhöhe noch unklar

Achim Blindert, Geschäftsbereichsleiter der Unteren Bodenschutzbehörde beim Kreis, sagte, nach intensiven Gesprächen mit dem Umweltministerium sei es nun ein großer Erfolg, dass die AAV habe eingeschaltet werden können.

Die Gesamtkosten stehen noch nicht fest. 80 Prozent würden aber von den Altlastensanierern übernommen. Der Kreis favorisiere derzeit die Idee, die restlichen 20 Prozent aus Geldern, die als Öko-Ausgleichsabgaben zur Verfügung stehen, zu bestreiten.

Der AAV ist eine unabhängige Körperschaft des öffentlichen Rechts, die überall dort Altlasten beseitigt, wo ein Verursacher nicht mehr haftbar gemacht werden kann. AAV-Sprecherin Sabine Schidlowski-Boos sagte, der Verband könne pro Jahr Maßnahmen für insgesamt 8,5 Millionen Euro tätigen. Das sei sicherlich nicht „rasant viel“. Aber es werde nach Dringlichkeit entschieden.

Der aktuelle Maßnahmenplan umfasse 58 Projekte, die noch nicht abgeschlossen seien. Mit der Aufnahme in die Planung verpflichte sich der Verband jedoch nicht gegenüber den Kommunen zu einer sofortigen Durchführung der Projekte. Zunächst werde eine Dringlichkeitsbewertung durchgeführt. Daraus ergebe sich dann eine Prioritätenliste.

Objekte, bei denen es eine hohe Gefahr für Menschen oder Grundwasser gebe, würden mit höherer Priorität behandelt. Der AAV werde sich jedoch nur um einen Teil der Immobilie kümmern, sagte Sabine Schidlowski-Boos. Es handele sich um den Bereich des Geländes, auf dem noch Gebäude stehen. Die Gemeinde Nettersheim müsse allerdings zuvor das dazugehörige Grundstück käuflich erwerben.

Bürgermeister Wilfried Pracht bestätigte entsprechende Verhandlungen, das Grundstück „für null Euro“ zu kaufen. Dazu muss aber noch eine Grundschuld einer belgischen Bank gelöscht werden, was derzeit vorbereitet wird.

Blindert hofft, dass man im kommenden Jahr mit der Sanierung beginnen kann. Bürgermeister Pracht sagte, die versiegelten Flächen könnten später als Ausgleichsmaßnahme für den A1-Weiterbau saniert werden.


Kölner Stadtanzeiger vom 10.02.2017 - Von Klaus Pesch

 

 
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