UNA Nettersheim

Montag, 15. Juli 2019
Leserbrief: zum Leserbrief von F. Troschke "Unsinn" (R 4. 12. 10) und Ihrem Bericht zur Sitzung des Nettersheimer Hauptausschusses "Kubus sorgt erneut für Knatsch" (R 9. 12. 10)
Samstag, den 11. Dezember 2010 um 19:07 Uhr
In seinem Leserbrief wendet Herr Troschke aus Mechernich sich gegen das Verfahren bei der Vergabe von Fördermitteln und kritisiert, dass Steuergelder falsch eingesetzt und verschwendet werden. Diese Kritik ist in vielen Fällen durchaus berechtigt. Kommunalpolitiker haben hierbei allerdings nur einen sehr geringen Einfluss.
Nicht berechtigt ist unserer Meinung nach aber die Kritik, die in diesem Zusammenhang am Nettersheimer Bürgermeister und am Projekt "Archäologischer Landschaftspark Nettersheim" geübt wird. Die Kosten für dieses Projekt in Höhe von 1,6 Millionen Euro sollen zu 80 Prozent gefördert werden. Dies veranlasst Herrn Troschke zu der Feststellung: "Der Nettersheimer Bürgermeister leistet sich diesen Unsinn, den die Welt angesichts der desolaten öffentlichen Haushalte nicht braucht."
So ganz desolat können die öffentlichen Haushalte nicht sein, denn aus ihnen werden Milliarden zur Verfügung gestellt, um unfähige und korrupte Banken und deren Manager zu stützen.
Es ist auch kein "Unsinn", wenn die Gemeinde Nettersheim und ihr Bürgermeister versuchen, die Errichtung  eines Archäologieparks mit Hilfe von Fördermitteln zu realisieren. Es war und ist auch  in Zukunft kein "Unsinn", in Mechernich das Bergwerkmuseum und das Freilichtmuseum in Kommern mit vielen Millionen an Fördermitteln zu errichten und auch weiterhin mit Steuergeldern als Einrichtung des Landschaftsverbands Rheinland zu betreiben. 
Es wird schwer genug werden, unseren Eigenanteil für den Archäologischen Landschaftspark Nettersheim zu finanzieren, aber wir betrachten es als eine Investition in die Zukunft unserer Gemeinde Nettersheim, die ganz wesentlich vom Tourismus lebt. 
Die UNA hat dieses Projekt deshalb von Anfang an unterstützt, hat aber auch deutlich gemacht, dass für die Görresburg die Null-Lösung - also kein Kubus - in der weiteren Planung eine Option bleiben muss. In der Sitzung des Hauptausschusses haben Bürgermeister und CDU-Fraktion zum wiederholten Mal versucht, den Widerstand der UNA gegen den Kubus als Ablehnung des Archäologieparks insgesamt hinzustellen. Dazu sollten Zitate aus Leserbriefen dienen, insbesondere auch Herrn Troschkes Leserbrief. Anscheinend sind Bürgermeister und CDU der Meinung, dass alles, was irgendwie kritisch ist, mit der UNA zu tun haben muss. Das ist aber nicht der Fall.
Leider gewinnt allerdings auch der Leser des Rundschau-Artikels "Kubus sorgt erneut für Knatsch" den Eindruck, als habe die UNA grundsätzliche Einwände gegen die Einrichtung des Archäologieparks oder gegen die Verwendung von Steuergeldern hierfür. Insofern hat die ständige Wiederholung von Unterstellungen ihre beabsichtigte Wirkung erzielt.  Denn auf der einen Seite sagt die CDU: "Die UNA ist auch für den Kubus, weil sie ja immer für den Archäologiepark gestimmt hat."  Auf der anderen Seite sagen die gleichen Leute: "Mit  der kritischen Einstellung gegenüber dem Kubus zeigt die UNA, dass sie das gesamte Projekt ablehnt". Und dann wurden im Hauptausschuss zum "Beweis" Leserbriefe, insbesondere der des Herrn Troschke, zitiert, die aber überhaupt nicht dem Standpunkt der UNA entsprechen.
Diejenigen, die sich mit dem Thema beschäftigen, wissen natürlich, dass weder die eine noch die andere Aussage stimmt. Nur sehr eingefleischte Nettersheimer CDU-Leute werden  deshalb den beiden Aussagen ihrer Leute im Gemeinderat zustimmen. Dass die beiden Aussagen sich inhaltlich zudem noch grundsätzlich widersprechen, wird aber sicher auch dem ein oder anderen von ihnen auffallen. 

Franz-Josef Hilger
Vorsitzender der UNA-Fraktion 
im Rat der Gemeinde Nettersheim
11. 12. 2010
 

 
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