UNA Nettersheim

Dienstag, 22. Januar 2019
Weitere Leserbriefe zur Berichterstattung des Stadt-Anzeigers zur Veranstaltung im Dorfsaal in Nettersheim am 15.11.2010 veröffentlicht im Stadt-Anzeiger am 1. 12. 2010
Mittwoch, den 01. Dezember 2010 um 17:55 Uhr
Anmerkung der UNA:
Auch in diesen beiden Leserbriefen wird Kritik an der Veranstaltung und an der Berichterstattung im Stadt-Anzeiger geübt. Vgl.  Leserbriefe zur Berichterstattung des Stadt-Anzeigers zur Veranstaltung im Dorfsaal in Nettersheim am 15.11.2010 
 
Gemeinde in der Zwickmühle 
Zu den Artikeln "Ein Würfel in der Eifel eckt an" und "Für den Kubus sprach sich niemand aus" sowie zum Kommentar "Kubus vor dem Aus?" (Ausgabe vom 17. November)

Funktion nicht begründet
Niemand und nichts sind perfekt. Die Artikel sind ergänzungs- und korrekturbedürftig. Meine Frau hat in ihrem Beitrag klar gesagt, dass keine schriftlichen Belege eines Matronenkults bekannt sind. Sie ist nicht fasziniert von etwas, was es nicht gibt, von dem Ort "Görresburg" schon. Man kann von einer romanischen Kirche in Köln fasziniert, angerührt sein, ohne Kult.

Die dem Kubus zugedachten Funktionen wurden nicht hinreichend begründet. Beispielsweise soll er Landmarke sein. Wofür? Für Ufos? Ein nicht begründbares Objekt ist nicht förderwürdig. Eine Förderung aus Steuermitteln wäre Geldverplemperung, und das angesichts hoher und immer noch steigender Staatsverschuldung sowie Unterfinanzierung bedeutsamerer Politikbereiche. Es geht aber nicht nur um den Kubus. Es wurde keine Wirtschaftlichkeitsschätzung für das Tourismusgesamtkonzept "Archäologischer Landschaftspark" vorgetragen.

Es wurde auch keine Betrachtung des Projekts aus Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege angestellt. Kein Vertreter des ehrenamtlichen oder behördlichen Naturschutzes war offenbar auf das Podium gebeten. Insbesondere wäre darzulegen gewesen, ob das gesamte Projekt mit dem Naturschutzgebiet und dem FFH-Gebiet verträglich ist. Wie dies und die Bauleitplanung innerhalb weniger Wochen abzuarbeiten ist, bleibt rätselhaft.

Herr Pracht geht ja davon aus, dass das Projekt bereits Ende dieses Jahres genehmigt und ab Anfang des Jahres 2011 realisiert wird. Ich sehe die Gemeinde Nettersheim in einer Zwickmühle. Eine intensive "archäologische" Tourismusförderung wird sich nicht mit den bisher reklamierten Naturerlebnismöglichkeiten vertragen.

Ich glaube nicht, dass Herr Pracht den Kubus gegen Null tendieren sieht. In der Veranstaltung hat er zwar den Kopf etwas eingezogen, um die Empörung zu bremsen. Nach der Veranstaltung hat Frau Ristow mitgeteilt, worum es im angekündigten Workshop geht. Es geht um eine eventuelle Modifizierung des Kubus, nicht darum, ob er überhaupt sinnvoll ist. Auch Letzteres gehört zu einer sachlichen Diskussion.
HANS NOSITSCHKA, WACHENDORF

Warum eigentlich?
"Ein Würfel in der Eifel eckt an", schreiben Sie. Stimmt so nicht! Leider ist der Artikel in einigen Punkten falsch. Es geht bei dem Kubus nicht um einen von mehreren Entwürfen, sondern mit diesem Entwurf ist der Antrag von der Regionale 2010 eingereicht worden. Er dient als Grundlage für die Bewilligung. Von einem weiteren Entwurf ist weit und breit nichts zu sehen.

Mir scheint, dass die Verwaltung und Prof. Kunow schon absolut auf den Kubus festgelegt sind. Zitat Prof. Kunow: "Wir müssen in die dritte Dimension." Warum eigentlich? Die moderne Archäologie beschränkt sich darauf, nur eindeutig nachweisbare Bauweisen zu rekonstruieren, ansonsten begnügt sie sich damit, das zu zeigen oder anzudeuten, was gefunden ist. Im Falle der Görresburg will man aber in die dritte Dimension, obwohl es keinerlei Hinweise dafür gibt, wie das Matronenheiligtum ausgesehen hat.

Ihr Autor Michael Greuel spricht von "zwei Anhängerinnen des Matronenkult". Sowohl Prof. Horn als auch Frau Nositschka haben ausdrücklich erklärt, dass über einen Matronen-Kult nichts bekannt ist und es auch heute keinen solchen gibt. Wie aus dem Artikel hervorgeht, ist bei der Versammlung in Nettersheim mehr als deutlich geworden, dass weder die Nettersheimer Bürgerinnen und Bürger noch die am Matronenheiligtum interessierten Menschen den Kubus wollen.

Die Verwaltung um Bürgermeister Pracht allerdings hält daran fest, denn bei dem Angebot, Workshops zu veranstalten, scheint es mir mehr darum zu gehen, wie der Kubus aussieht, nicht, ob er kommt. Ich würde mich über eine sehr achtsame Berichterstattung über das weitere Geschehen freuen.
KATHARINA HEGEMANN, EUSKIRCHEN
 
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