UNA Nettersheim

Donnerstag, 23. Mai 2019
Form des Kubus ist nicht mit dem Matronenkult vereinbar
Donnerstag, den 09. September 2010 um 19:56 Uhr

Nettersheim. Die Planungen für die Einrichtung eines archäologischen Landschaftsparks in der Nähe von Nettersheim laufen auf Hochtouren. Weitere Grabungen des Archäologen Dr. Salvatore Ortisi und seines Teams im Gebiet zwischen Görresburg, 
Steinrütsch und "Auf der alten Gasse" haben erst vor kurzem zu neuen Erkenntnissen geführt.  
Matronenheiligtum
So waren die Experten auf den Grundriss eines weiteren großen Gebäudes gestoßen, bei dem es sich zur Römerzeit vermutlich um eine Herberge oder eine Station der römischen Polizei gehandelt haben könnte. Außerdem lassen Erkenntnisse aus geophysikalischen Messungen darauf schließen, dass in Nettersheim in industriellem Maße Eisenerz verhüttet und verkauft wurde.

Sämtliche neuen Gesichtspunkte sollen in die Planung für die Gestaltung des Landschaftsparks einfließen. Dazu gehören allerdings auch Anregungen hinsichtlich des angedachten Kubus, der als Schutzbau für das Matronenheiligtum Görresburg errichtet werden sollte. Es waren Bedenken laut geworden, dass der geplante Bau unpassend sei. So sei etwa die "männliche" Form eines Kubus nicht vereinbar mit dem "weiblichen" Matronenkult. Die Nettersheimer Verwaltung kam daraufhin zu dem Schluss, dass eine tiefer gehende Betrachtung der wissenschaftlichen Belange zum Matronenheiligtum angebracht ist.

In der jüngsten Sitzung des Entwicklungsausschusses entschieden sich die Mitglieder daher für die Einberufung eines Runden Tisches, um die verschiedenen Wahrnehmungen, Hinweise und Anregungen bewerten und berücksichtigen zu können. Auf Basis dieser Erkenntnisse soll der Rat im Oktober entscheiden, welche Form der Ausgestaltung des Matronenheiligtums angebracht ist. 

Kölner Stadtanzeiger vom 09.09.2010 - von Michael Greuel
 
 
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