UNA Nettersheim

Dienstag, 22. Januar 2019
Windkraftanlagen werden abgebaut
Sonntag, den 21. April 2013 um 18:46 Uhr

 

Nettersheim-Engelgau. Während in den Rathäusern der Eifel mehr oder weniger einvernehmlich über die Einrichtung von Windkraftkonzentrationszonen diskutiert wird, sind die Folgen der Energiewende auch an anderen Entwicklungen feststellbar. Die Anlagen, die schon fast zum gewohnten Landschaftsbild gehören, werden mehr und mehr abgebaut für einen als „Repowering“ bezeichneten Generationenwechsel.

Die frühen Windmühlen sind in die Jahre gekommen und in Sachen Effizienz und Leistung längst nicht mehr konkurrenzfähig.

Foto: Stephan EverlingFast wie Spielzeuge nehmen sich die drei Anlagen aus, die in dieser Woche im Bereich der Windkraftkonzentrationszone in Engelgau abgebaut wurden, vergleicht man sie mit denen, die zur Zeit üblich sind. Um die 140 Meter hoch reichen die Türme der aktuellen Anlagen in die Höhe, die Rotorspitzen erreichen damit Höhen von bis zu 200 Meter. Im Vergleich dazu wirkt der Kölner Dom mit einer Höhe von 157 Metern beinahe bescheiden.

Auch in Engelgau haben die Windmühlen der ersten Generation ausgedient. Fast niedlich wirken die zwei Röhren, die mit 32 Metern Nabenhöhe und einer Leistung von 132 Kilowatt ein Musterbeispiel für die Sinnhaftigkeit des Repowerings darstellen.

Um alte, in die Jahre gekommene Anlagen durch moderne und effizientere zu ersetzen, wurde vom Land die Möglichkeit geschaffen, dass eine Windmühle, die abgebaut wird, auch an einem anderen Ort durch eine größere ersetzt werden kann. Voraussetzung ist allerdings, dass dies entweder im gleichen Landkreis oder im Nachbarkreis geschieht.

Zunehmender Lärm

Foto: Stephan Everling

So geschieht es auch in Nettersheim. Der Ersatz für zwei der Anlagen wird sich bald im Kreis Düren drehen. Denn an alter Stelle war dies nicht möglich. Vier der Anlagen, die südlich von Engelgau standen, befanden sich außerhalb der von der Gemeinde ausgewiesenen Windkraftkonzentrationszone und in direkter Nachbarschaft zur Wohnbebauung.

In die Jahre gekommen, produzierten sie auch mehr und mehr Lärm. Eine Anlage wird allerdings, da sie innerhalb der Konzentrationszone stand, an Ort und Stelle repowert. Sie wird, entsprechend der in Nettersheim bestehenden Höhenbegrenzung von 100 Metern, eine Nabenhöhe von 99,5 Metern haben und eine Leistung von 2,3 Megawatt aufweisen. Damit ersetzt sie eine Windanlage, die mit einer Nabenhöhe von 92 Metern 750 Kilowatt erzeugte. Um Platz für die größer werdenden Fundamente zu schaffen, wird derzeit die Wasserleitung verlegt.

Die alten Türme und Rotoren sind übrigens von den Betreibern an eine Fachfirma verkauft worden, die Altanlagen an das europäische Ausland liefert, wo sie weiter Strom liefern können. Je nach Verwertbarkeit werden sie aber auch ausgeschlachtet und als Ersatzteillager für ältere, noch in Betrieb befindliche Windmühlen verwendet.


Kölner Stadtanzeiger vom 19.04.2013 - Von Stephan Everling

 

 
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