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Donnerstag, 23. Mai 2019
Jetzt steht auch die Optik im Fokus
Freitag, den 23. November 2012 um 18:54 Uhr
Der Kreis will eine Landschaftsanalyse in Auftrag geben

Kreis Euskirchen. Sind die Rotoren weit genug vom Rand der bebauten Ortslage entfernt? So weit, dass ein Schattenschlag verhindert wird und die Geräuschemission im Rahmen der zulässigen Werte liegt? Das sind die Fragen, mit denen sich Kommunen und Investoren derzeit zuvorderst beschäftigen, wenn es um den Bau von Windkraftanlagen geht. Die Ästhetik hatte man in der Vergangenheit eher selten im Blick.

Passt eine Windmühle an dieser oder jener Stelle besser in die Natur, oder sollte man aus Gründen der Optik besser darauf verzichten? Das soll in Zukunft aber eine der entscheidenden Fragestellungen sein, wenn es um Windkraftkonzentrationszonen geht. Der Kreis Euskirchen will deshalb eine entsprechende Landschaftsbildanalyse in Auftrag geben.

Konkret handelt es sich dabei um ein Leader-Projekt, das aus Mitteln der Europäischen Union gefördert wird. Untertitel: Konzept zur Bewertung und Entwicklung der Kulturlandschaft im Kreis Euskirchen. Daraus sollen die elf Kreiskommunen ableiten können, wo man Windkraftanlagen zulassen kann und wo eben nicht.

Fördermittel der EU

Wie Achim Blindert, der zuständige Fachbereichsleiter, in der jüngsten Sitzung des Kreis-Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr, mitteilte, müssen die Kommunen, die ihren Flächennutzungsplan in Sachen Windenergie ändern wollen, nun Analysen erstellen, wie sich Windparks auf das Landschaftsbild auswirken. Dies sei "eine Pflichtaufgabe der Kommunen, die wir ihnen abnehmen wollen".

Dies mache auch allein schon aus finanzieller Sicht Sinn, so Blindert weiter. Denn der Kreis erhalte im Rahmen des Leader-Projekts Fördermittel in Höhe von 55 Prozent der Kosten - "Geld, das die Städte und Gemeinden einzeln nicht bekommen würden".

Die Mitglieder des Fachausschusses begrüßten die Erstellung einer kreisweiten Landschaftsbildanalyse. "Das gibt Sicherheit in planerischer Hinsicht und auch für die Investoren", meinte CDU-Fraktionschef Josef Reidt. Ihre Zustimmung signalisierte auch die Grünen-Sprecherin Angela Kalnins: "So kann jeder schnell feststellen, wo es sinnvoll oder eben nicht sinnvoll ist, Windkraftanlagen zu errichten."

Kölner Stadtanzeiger vom 23.11.2012 - Von Günter Zumbé
 
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