UNA Nettersheim

Mittwoch, 23. Oktober 2019
Windenergie: Stellungnahmen der Blankenheimer Fraktionen
Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 16:51 Uhr
Hinweis der UNA:

Unter dem Oberbegriff "Energie" finden Sie u. a. auch Artikel und Texte zu einer  Bürgerinformationsveranstaltung der Gemeinde Blankenheim am 18. 10. 2011 zum Thema "Windenergie im Schulzentrum in Blankenheim. Wir haben dabei positiv zur Kenntnis genommen, dass in Blankenheim allen Fraktionen des Gemeinderates Gelegenheit gegeben wurde, zu diesem wichtigen Thema die Position der jeweiligen Fraktion zu erläutern. Wir möchten uns auch auf diesem Wege bei den Sprechern der fünf Blankenheimer Fraktionen dafür bedanken, dass sie bereit waren, uns die fünf Reden zur Veröffentlichung auf unserer Homepage zur Verfügung zu stellen.
 
Maria Sigel-Wings: Stellungnahme der Blankenheimer B90/Grünen-Fraktion

Der Einsatz der Windenergie ist für die Grünen ein schweres und ein leichtes Thema zugleich. Fangen wir mit dem leichten an. 
Die Wurzeln unserer Partei liegen in Friedensbewegung, Naturschutz und Anti-Atomkraft-Bewegung. Die Ziele und Prinzipien dieser Bewegung, lange belächelt, sind in den letzten 30 Jahren Realität geworden, haben Eingang in die Gesetzgebung national und international gefunden und werden heute von allen gesellschaftlichen und politischen Gruppen geteilt.
 
Ereignisse wie zuletzt in Japan beschleunigen diesen Prozess weiter und die Hinwendung zu nachhaltiger Energienutzung und Erzeugung hat ein erfreuliches Moment bekommen.

Energiewende bedeutet für die Grünen Energieeinsparen, Energieeffizienz und der Einsatz natürlich vorhandener Energiequellen in dezentralen Netzwerken, die logische Konsequenz aus jahrzehntelangem Ringen. 
Die neuen Energiequellen sind Sonne, Wind und Wasser und sie reichen aus, um unseren gesamten Verbrauch zu sichern, wenn wir sie weltweit effizient nutzen. Dieser Umbau kann nicht von heute auf morgen geschehen, er braucht sicher einige Jahre, aber wir müssen jetzt anfangen.

Für uns in der Eifel kommt neben Solarenergie vor allem das hervorragende Windpotential in Betracht. Deutschland weit liegen wir hier in der Eifel nahe an den Nutzungspotentialen der Küstenregionen. 

Wind ist eine nachhaltige Energiequelle, ohne die negativen Nebenwirkungen wie CO2 Ausstoß bei fossilen Quellen oder Tagebau, der ganze Regionen verschwinden lässt.

Die für uns lebenswichtige Energie dem Wind zu entreißen heißt aber auch, die hierzu notwendige Technologie in unsere Umwelt einzubringen. Hier beginnt der schwere Teil des Themas.
Die Nutzung der Windenergie ist ein Eingriff in die Natur, wie der Mensch selbst mit seiner Landwirtschaft, Besiedlung und Verkehrswegen, der in jeder Hinsicht kritisch geprüft und bewertet werden muss.

Glücklicherweise sind hierzu in den letzten 30 Jahren sowohl die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung als auch die nationalen und Europäischen Gesetze und Regelwerke deutlich verbessert worden. Mit den Umweltverbänden haben wir starke Partner an der Hand, die sich um die vernünftige Umsetzung der Schutzaspekte bemühen.
Heute werden neue Windanlagen mit den gleichen strengen Auflagen und Prüfungen hinsichtlich Naturbelastung, Lärmbelastung, Nachhaltigkeit etc. geprüft wie z. B. neue Autobahntrassen. 
Dass dies auch in der Eifel funktioniert, sieht man eindrucksvoll an der Tatsache, dass die in den 70ern umweltunverträglich geplante Autobahntrasse der A1 seit mehr als 20 Jahren auf Eis liegt, da kein naturverträgliches, nachhaltiges Konzept mit UVP zustande gebracht wurde.

Der intelligente Einsatz der Windenergie kann unserer Kommune große Vorteile bringen.
Um dem sogenannten Wildwuchs von Windrädern vorzubeugen, ist die vordringlichste Aufgabe von Politik und Verwaltung, mit Hilfe eines professionellen Instituts geeignete Standorte in unserer Gemeinde zu finden, um Vorrangzonen auszuweisen.
Passende Modelle wie Bürgerwindparks und genossenschaftliche Strukturen halten die Wertschöpfung in der Region und machen uns unabhängig von Importen und Preissprüngen bei der Energieversorgung, ein nicht zu vernachlässigender Standortvorteil. Für ländliche Regionen bieten Energie einsparen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien eine greifbare und umfassende Entwicklungsperspektive.

Doch vor dem ersten Spatenstich müssen sämtliche Faktoren entsprechend den gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen positiv abgeschlossen sein. Dies werden wir als Grüne kritisch begleiten.
 
   nächste Seite: Helmut Nett: Stellungnahme der Blankenheimer SPD-Fraktion 


 
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