UNA Nettersheim

Mittwoch, 23. Oktober 2019
Bis zu 19 neue Windräder im Forst
Sonntag, den 19. Juni 2011 um 15:17 Uhr
DAHLEM - Es ist die kleinste Gemeinde in NRW, und doch werden dort möglicherweise demnächst Investitionen in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro oder noch mehr getätigt. Wenn die nordrhein-westfälische Landesregierung einen Windkraft-Erlass, der derzeit nur als Entwurf vorliegt, in die Realität umsetzt, können künftig 3 MW-Windräder mit einer Höhe von bis zu 186 Metern gebaut werden. 
Nach der Atomkatastrophe von Fukushima scheint das sogar sehr realistisch, zumal dies im benachbarten Rheinland-Pfalz schon seit langem möglich ist. Die Gemeinde ist derzeit mit vier Firmen, die sich für das Projekt interessieren, im Gespräch. Im Dahlemer Gemeinderat wurden die Projekte nun erstmals vorgestellt (siehe Kasten).
Die Sitzung dürfte in die Geschichte der Gemeinde eingehen. Dass Manager Lokalpolitikern ihre Geschäftsmodelle vorstellen und dabei dann auch nebenbei ihre Mitbewerber erfahren, was sie vorhaben, kommt nicht alle Tage vor. Das bestätigte auch Thilo Wemmer-Graf (DunoAir) der Rundschau.

Laut Bürgermeister Reinhold Müller ergibt sich durch die Windkraft eine große Chance für die Gemeinde Dahlem. Pro Anlage und Jahr seien 20 000 bis 50 000 Euro Pacht möglich. Müller hält die Aufstellung von zehn Anlagen für realistisch, obwohl DunoAir sogar 19 Anlagen projektiert hat.

„Das ist ne Wucht!“, frohlockte der Bürgermeister jüngst bei einer Ortsbesichtigung des Geländes. „Wenn Sie sieben Festmeter Holz pro Hektar und pro Jahr erzielen, haben Sie einen Erlös von 350 Euro pro Hektar pro Jahr. Da muss ich lange Holz fällen, bis dass ich so viel Geld zusammen habe. Das bringt uns viel mehr“, rechnet Müller vor. „Pachteinnahmen haben den Charme, dass man davon auch keine Kreisumlage bezahlen muss“, freut er sich weiter. Da der Strom in der Gemeinde Dahlem produziert wird, werden zusätzlich Gewerbesteuer-Einnahmen erwartet.

Die Gemeinde wird nun zunächst allen Firmen einheitliche Konditionen nennen und sie um ein Angebot bitten. Erst danach - und wenn das Land grünes Licht gibt - kann der Auftrag erteilt werden.

Kölnische Rundschau vom 18.06.2011 - Von Klaus Pesch
 
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