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Sonntag, 21. Juli 2019
„Gesichert“ ist nicht unzugänglich
Donnerstag, den 13. Februar 2014 um 17:01 Uhr

Die Industrieruine der ehemaligen Firma Ruhr in Buir ist ein enormes Sicherheitsrisiko. Seitdem sind sich Behörden nicht über Zuständigkeiten einig. am Donnerstag ist ein Ortstermin auf dem vermeintlich gesicherten Gelände anberaumt. 

Buir.Im Herbst schlugen Naturschützer Alarm: Die Industrieruine der ehemaligen Firma Ruhr in Buir sei ein enormes Sicherheitsrisiko. Seitdem sind sich Behörden nicht über Zuständigkeiten einig. am Donnerstag ist ein Ortstermin auf dem vermeintlich gesicherten Gelände anberaumt. Dabei will BUND-Vertreter Volker Hoffmann auf unhaltbare Zustände hinweisen. Denn die Sicherung des Geländes lässt nach wie vor zu wünschen übrig.

Zwar hatte in einem der Rundschau vorliegenden Schreiben des Kreises Euskirchen an die Bezirksregierung Geschäftsbereichsleiter Achim Blindert mitgeteilt, man habe Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. So sei das Gebäude durch den Kreis gegen unbefugtes Eindringen gesichert worden. Und später war auch offenbar das Umweltministerium von der Bezirksregierung informiert worden, das gesamte Betriebsgebäude sei gegen unbefugtes Eindringen gesichert.

Doch Hoffmann will den Behördenvertretern, die die Industrieruine unter die Lupe nehmen, demonstrieren, dass dies wohl nicht ganz zutrifft. Denn bereits vorab hatte Hoffmann vorgeführt, mit welch einfachen Mitteln jeder ins Gebäude gelangen kann.

So gibt es zwei große Schiebetore, mit denen die Ruine verschlossen ist. Eines der Tore kann mit etwas Kraftaufwand zur Seite geschoben werden, wie Hoffmann demonstrierte. Wer es noch einfacher haben möchte, findet durch ein kleines Tor Zugang, das sich leicht zur Seite ziehen lässt, so dass man durch die Öffnung nach innen schlüpfen kann.

Dass dies nicht nur theoretisch möglich, sondern auch praktiziert wurde, ist im Innern der angeblich gesicherten Industrieruine zu sehen. Dort wurden Leitern positioniert, um auf das Dach zu gelangen. Auch im Innern gab es Veränderungen: So wurden Mauersteine zu einer „Skulptur“ aufgesetzt. Herumliegende Bierflaschen zeigen, dass frühere Eindringlinge auch etwas gegen den Durst unternahmen. Hoffmann kletterte auf einen großen Tank und hob dessen Deckel an: „Wenn da jemand hineinsteigt und der Deckel fällt zu, ist es um ihn geschehen.“ Dies sei eine große Gefahr für spielende Kinder.

Das Umweltministerium, so informierte die Bezirksregierung Köln auf Nachfrage, habe im Anschluss an den Ortstermin um einen Bericht gebeten. Erst danach könne über das weitere Vorgehen entschieden werden.


Kölnische Rundschau vom 13.02.2014 - Von Klaus Pesch

 

 
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