UNA Nettersheim

Dienstag, 22. Januar 2019
Neuer Anlauf für DSL in Marmagen
Donnerstag, den 19. Februar 2015 um 18:28 Uhr

Die Förderrichtlinien haben sich geändert

Nettersheim-Marmagen. In die mittlerweile vierte Runde geht der Ausschreibungsmarathon zur DSL-Versorgung in Marmagen. Die zweitgrößte Ortschaft der Gemeinde ist immer noch nicht an das Glasfasernetz angeschlossen und damit einer der letzten weißen Flecken auf der Breitbandlandkarte des Nettersheimer Gemeindegebietes.

Im Jahr 2009 begann die Hängepartie. Damals endete die erste Ausschreibung mit der Bewerbung einer Firma, die kostenloses Internet für alle versprach. Doch dieses Unternehmen verschwand bald vom Erdboden.

Probleme bereiten die Gegebenheiten in Marmagen. „Es sind für ein Glasfasernetz allein sieben Verteilerschränke notwendig, um im ganzen Ort gleichmäßige Übertragungsraten zu garantieren“, erklärt Ernst Lambertz, Leiter des Bauamtes der Gemeinde Nettersheim. Die Umrüstung eines Schrankes verschlingt allein 30.000 Euro. Mit der Summe für sieben Schränke schoss die Finanzierungslücke zwischen einem wirtschaftlichen Betrieb und den notwendigen Aufwendungen bereits über die frühere Förderungsobergrenze von 180.000 Euro.

Bei der jüngsten Ausschreibung, die im August 2014 endete, beteiligte sich auch ein Richtfunkanbieter, der davon ausgegangen war, den Ort mit einem Mast versorgen zu können. „Es sind aber zwei Masten notwendig“, weiß Lambertz. Mittlerweile haben die Bürger auch Position bezogen. „Wir wollen, dass die Versorgung über Glasfaserkabel erfolgt, auch wenn es etwas länger dauern wird“, bestätigt Ortsvorsteher Bruno Schmidt.

Deshalb hat der Rat sich dafür entschieden, Kabel zu verlegen. Da im November 2014 neue Förderrichtlinien erlassen worden sind, mussten auch die Bedingungen für die neue Ausschreibung angepasst werden. Statt der Deckelung bei 180.000 Euro können heute bis zu 300.000 Euro gefördert werden, teilt Lambertz mit. 75 Prozent der Wirtschaftlichkeitslücke schießt das Land zu. Sie liegt in Marmagen bei deutlich über 300.000 Euro.

Schon seit langem ist den Marmagenern klar, dass sie wahrscheinlich zu Hacke und Schaufel greifen müssen, um die Ausgaben für die Gemeinde in erträglichem Rahmen zu halten. Doch Lambertz ist sich sicher: „Der Schritt ist auf lange Sicht richtig.“


Lösung für Roderath

Als letztes, nicht mit DSL versorgtes Dorf bleibt Roderath. Dort könnte sich im Zuge des Ausbaus der K 34 eine Lösung anbahnen. Vom Verteilerkasten in Frohngau aus soll das Glasfasernetz bis zum Ortsausgang erweitert werden. "Von dort bis Roderath sind es nur noch rund 400 Meter Luftlinie", sagt Ernst Lambertz.

Ob für die restliche Strecke das Kabel eingegraben werden soll, ist noch nicht endgültig geklärt. „Die Telekom hat in anderen Fällen auch schon einmal Masten aufgestellt", sagt Lambertz. Er rechnet mit dem Baubeginn in 2016.


Kölner Stadtanzeiger vom 12.02.2015 - Von Stephan Everling

 

 
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