UNA Nettersheim

Donnerstag, 23. Mai 2019
DSL-Versorgungslücken
Dienstag, den 17. Februar 2009 um 06:07 Uhr

"Kuschelkurs“ mit der Telekom?

Die Eifel-Net GmbH verspricht, DSL-Versorgungslücken kostengünstig zu beseitigen. Inzwischen signalisierte der Mechernicher Wirtschaftsförderer Peter Dierichsweiler, dass er durchaus Interesse an einem Gespräch habe.

MECHERNICH-ZÜLPICH - Im Oktober letzten Jahres erklärten zwei Telekom-Mitarbeiter dem Stadtentwicklungsausschuss, warum es mit dem schnellen DSL-Anschluss in einigen Orten des Stadtgebiets noch immer hapert. Es wurde über Glasfaserkabel und Outdoor-Technik referiert, und man ahnte vor allem eines: Ein flächendeckender DSL-Anschluss würde teuer werden. Ja mehr noch, er würde ohne das Engagement der Bürger wohl gar nicht zu realisieren sein.

Die Eifel-Net GmbH aus Euskirchen wundert sich jedoch jetzt über diesen und andere Berichte. „Als größter und ältester Internet-Provider wären wir in der Lage, die genannten Versorgungslücken kostenfrei beziehungsweise mit geringem Zuschuss zu beseitigen“, ließ Eifel-Net schon im März letzten Jahres die Mechernicher Stadtverwaltung wissen. Man biete eine kabelgebundene DSL-Versorgung auch für sehr kleine Ortsgemeinden und Ortsteile an. Wobei man nur eine geringe Anzahl von Kunden benötige. „Der Ausbau beginnt in der Regel bereits, wenn nur 25 Nutzungsverträge vorliegen.“

Nicht an einer Problemlösung interessiert?

Dabei habe sich der Euskirchener Provider vor allem auf das Schließen von Versorgungslücken spezialisiert. Falls ein Förderbetrag notwendig werde, so übersteige dieser erfahrungsgemäß nicht 10 000 Euro.

Eifel-Net ärgert sich vor allem darüber, dass offensichtlich weder die Mechernicher Verwaltung noch die Fraktionen an ihrer Problemlösung interessiert sind und lieber bei ihrem „Kuschelkurs mit der Deutschen Telekom“ bleiben.

Im Gegensatz dazu habe die Gemeinde Nettersheim schneller reagiert. Dort hätten bereits erste Gespräche mit dem Bürgermeister stattgefunden, und man habe auch eine Lösung erarbeitet, die voraussichtlich im März dem Rat vorgestellt werde.

Auch in Zülpich habe man bereits mit Bürgermeister Albert Bergmann an einem Tisch gesessen. Die versprochene Übersicht über die mangelhaft versorgten Gebiete habe man aber bis heute nicht erhalten, „da das Gespräch offensichtlich nur mit der Absicht geführt wurde, uns zunächst zum Schweigen zu bringen, oder die Stadt Zülpich hat es nicht sehr eilig“, so Michael Bergeritz von Eifel-Net, der weiter konstatiert: „Städte wie Euskirchen oder Mechernich haben kein Interesse, oder sie haben die Notwendigkeit von DSL-Breitbandanschlüssen für die Bürger und Gewerbebetriebe nicht erkannt, da es bis zum heutigen Tag keine Kommunikation gibt.“

Inzwischen signalisierte der Mechernicher Wirtschaftsförderer Peter Dierichsweiler aber, dass er durchaus Interesse an einem Gespräch habe. Er sei zwar nach wie vor der Meinung, dass man nur mit der Telekom zu einem Ergebnis kommen könne, lasse sich aber auch gerne eines Besseren belehren.

In einem gemeinsamen Gespräch soll Eifel-Net jetzt darlegen, wie man sich das Schließen der Versorgungslücken, sei es durch kabelgebundenes DSL oder funkgebundenes AirDSL, vorstelle.



von Michael Thalken - Kölner Stadtanzeiger - 16.02.2009
 
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