UNA Nettersheim

Donnerstag, 23. Mai 2019
Schon bald viel schnellere Datenübertragung
Samstag, den 20. November 2010 um 13:54 Uhr
Blankenheim. Schon Anfang kommenden Jahres werden viele Lücken bei der Versorgung mit schnellem Internet in der Gemeinde Blankenheim geschlossen sein. Das zumindest versprachen zwei Vertreter der Telekommunikationsfirma Vodafone am Donnerstagabend im Ausschuss für Gemeindeentwicklung. Ihren Worten zufolge wird die Kommune an der Oberahr Vorreiter bei der Einführung einer ganz neuen und modernen Technologie.

Im Frühjahr dieses Jahres waren neue Frequenzen für drahtlose Telefonie und Datenübertragung versteigert worden. Die Firma Vodafone ersteigerte eine entsprechende Frequenz und wird nun zunächst die bestehenden Mobilfunksender in der Eifel umrüsten. Kall, Schleiden und Blankenheim machen dabei den Anfang.

"Acht Prozent der deutschen Bevölkerung haben keinen Zugang zu Breitband-Internet", erklärte Bettina Sprenger dem Ausschuss. Die junge Frau war zusammen mit ihrem Kollegen Marco Krause nach Blankenheim gekommen. Die neue Technik LTE (Long Term Evolution) biete wesentlich höhere Datenübertragungsraten wie das bekannte DSL, das auf Kabel angewiesen ist.

Gleichzeitig sei die Reichweite eines Senders wesentlich höher wie bei UMTS, einer anderen Funktechnik zur Datenübertragung. Sprenger: "Um einen Videoclip von fünf Minuten Dauer mit DSL herunter zu laden braucht man 26,67 Sekunden, mit LTE lediglich 3,2 Sekunden." Beim Heraufladen von Daten sei der Vorteil noch größer.

Um die Daten zu empfangen, gebe es mehrere Möglichkeiten, so Bettina Sprenger. Modems, mit denen man sowohl telefonieren als auch surfen könne, würden ab Februar 2011 angeboten. Die passenden Handys gebe es erst im Weihnachtsgeschäft kommenden Jahres. Man könne nicht nur zu Hause surfen, sondern das Laptop auch mit in den Eissalon um die Ecke nehmen, nannte sie einen weiteren Vorteil.

Die ersten Sender in Blankenheim werden ab dem 29. Januar umgerüstet. Über 1500 Haushalte in der Gemeinde könnten dann das schnelle Funk-Internet nutzen. Ein Mast in Freilingen erreiche 1200 Haushalte, ein zweiter im selben Ort 335 Familien. Viele weiße Flecken, in denen bisher kein schnelles Internet empfangen werden kann, würden dann von der Landkarte verschwinden.

Ein Problemfall bleibt der Ort Mülheim, wo es bisher nur eine relativ schlechte DSL-Anbindung gibt. Auch die neue Funktechnik deckt den Ort nicht komplett ab. Abhilfe würden eventuell kleine Außenantennen bringen.

Die Politiker hatten zahlreiche Fragen, auch zur Strahlenbelastung. Seitens des Anbieters wurde berichtet, dass nach ihren Kenntnissen jedes schnurlose Telefon weitaus stärker strahlt als die neuen Funkanlagen. 

Kölner Stadtanzeiger vom 20.11.2010 - Von Johannes Puderbach
 
 
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