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Dienstag, 12. November 2019
Datenautobahn ist ebenso wichtig wie die echte
Samstag, den 13. Dezember 2008 um 10:00 Uhr

Internet-Diaspora auf dem Land - IHK klärt Bedarf für schnelle Internet Anschlüsse

KREIS EUSKIRCHEN. Auf dem Land mangelt es an Breitbandanschlüssen wie DSL,V-DSL oder UMTS. Während in Ballungsgebieten die Zugänge zum Internet immer schneller werden, müssen viele ländliche Räume der Eifel- und Börde-Landschaft immer noch ohne hochleistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur auskommen.

Dies, so die Einschätzung der IHK Aachen, hemme Neuansiedlungen oder den Ausbau von Unternehmen, denn die Anbindung an die „Datenautobahn“ sei heute ebenso wichtig wie die ans Straßennetz. Der Regionalausschuss für die Eifel der IHK Aachen sieht im flächendeckenden Ausbau breitbandiger Infrastruktur ein vordringliches Ziel einer zukunftsorientierten regionalen Standortpolitik. Deshalb bereiten IHK und AGIT (Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer) in enger Kooperation mit Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung den Aufbau einer Breitbandinitiative für die Region vor. „Wir wollen den Bedarf der Unternehmen, aber auch der privaten Nutzer ermitteln und auf dieser Grundlage mit den Telekommunikationsanbietern ins Gespräch kommen“, sagt IHK-Geschäftsführer Fritz Rötting. Die IHK unterstützt die regionalen Initiativen durch eine Internetplattform, die konkrete Anforderungen an schnellere Internetanschlüsse sammeln und vorhandene Defizite lokalisieren soll.

Die IHK Aachen ruft insbesondere alle betroffenen Unternehmen auf, zusätzlichen Bedarf an höheren Internetbandbreiten einzutragen: „Unternehmer und Privatnutzer sollten dieses Angebot nutzen. Nur so können wir Argumente für den Ausbau sammeln“, sagt Rötting. Denn die Netze sind Eigentum der Netzbetreiber. Informationen über Abdeckung und Leistungsfähigkeit seien nicht öffentlich.

Beim Thema Bedarf sehe es mit der Transparenz nicht besser aus. Viele Nutzer hätten eigene, oft negative Erfahrungen mit Service-Hotlines. Aber einen Gesamtüberblick habe niemand. Genau das sei aber nötig, um handeln zu können.

„Wir wollen, dass Unternehmen und Privatpersonen sich zusammenschließen und so Märkte schaffen für Telekommunikationsanbieter oder IT-Dienstleistungsunternehmen. Aber dafür muss man von einander wissen, und zwar genau von einander wissen“, umreißt Fritz Rötting das Ziel.

„Entscheidend wird ein konzertiertes Vorgehen der wichtigen regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung sein, um die gesamte Technologieregion Aachen - auch die eher ländlichen Bereiche - fit zu machen für das Informationszeitalter“, erklärt Ulrich Schirowski, Abteilungsleiter Regionalentwicklung bei der AGIT. Kammer und AGIT wollen auf dem Feld gemeinsam agieren.

Die Zukunftsinitiative Eifel sei die ideale Plattform, um einen erfolgreichen Start einer Breitbandinitiative zu ermöglichen, denn hier seien alle Kreise, Kommunen, Wirtschaftsförderer und die Kammern zusammengeschlossen.

Gemeinsam mit dem Kreis Euskirchen werden IHK und AGIT am 19. Januar 2009 Lösungsstrategien bei einem Forum zum Auftakt diskutieren.

Die Plattform ist unter folgender Adresse erreichbar:

wirtschaftsregion-aachen-bedarfsatlas-internet.de

schnelles-internet-eifel.de

Kölnische Rundschau 13.12.2008

 
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