UNA Nettersheim

Dienstag, 12. November 2019
Verbindung vielerorts mangelhaft
Mittwoch, den 29. Juni 2011 um 16:03 Uhr
Verwaltung stellt Anträge auf Förderung zum weiteren Netzausbau

Nettersheim. Die Internetversorgung im Gemeindegebiet lässt in den meisten der elf Ortschaften immer noch arg zu wünschen übrig - so sie überhaupt gegeben ist. In der jüngsten Bauausschusssitzung stand das Thema wieder zur Debatte. Die Verwaltung informierte über das Ergebnis eines Ausschreibungsverfahrens und eventuell anstehende alternative Anschlussmöglichkeiten.

Dazu hatte es im Vorfeld ein "transparentes Auswahlverfahren zur Breitbandversorgung ohne Vergabeverpflichtung" seitens der Gemeinde gegeben. Durchgeführt wurde in diesem Zusammenhang auch eine Marktanalyse in Form einer Umfrage. Demnach zeigen sich die größten Lücken in Sachen Internetversorgung in Engelgau und Roderath. Auch in Pesch, Holzmülheim und Frohngau sieht es damit schlecht aus.

Im Rahmen des Auswahlverfahrens wurden zudem die Netzbetreiber aufgefordert, Angebote mit ihren errechneten Wirtschaftlichkeitslücken einzureichen. Auf dieser Grundlage wird entschieden, welcher Netzbetreiber im jeweiligen Förderantrag genannt wird, denn die Auftragsvergabe darf erst nach Bewilligung der Förderung erfolgen. Die schnellstmögliche Versorgung der Ortschaft Pesch kann laut Nettersheimer Gemeindeverwaltung "zeitnah nur ohne Inanspruchnahme von Fördermitteln umgesetzt werden".

Kleine Lösung für Pesch

Das Angebot der Deutschen Telekom sieht hierzu auch eine "kleine Lösung" vor - mit Kabelarbeiten von Harzheim kommend bis zum Ortseingang ohne weitere Verbindung zum Kabelverzweiger am Parkplatz im Unterdorf. Die Kosten hierfür lägen bei 27 492 Euro ohne Eigenleistung der Dorfbevölkerung. Die Bewohner hatten sich in einer Versammlung schon bereiterklärt, den Eigenanteil der Gemeinde durch entsprechende Arbeiten zu reduzieren.

Das Angebot der Firma "Eifel-net" für Pesch will die Verwaltung nicht weiter beachten, weil das Unternehmen auf Richtfunktechnik setzt, die "derzeit als nicht optimal" einzustufen sei. Nun empfiehlt die Verwaltung, den bereits im Dezember 2010 gefassten Ratsbeschluss umzusetzen und den Kooperationsvertrag mit der Telekom ohne Förderantrag abzuschließen.

Anträge auf Förderung sollen aber für den Netzausbau in den Ortschaften Engelgau, Zingsheim (plus Gewerbegebiet), Marmagen, Frohngau und Holzmülheim gestellt werden. Auch hier will man vornehmlich mit der Telekom kooperieren. Für Roderath wurde im Übrigen kein Angebot eines Netzbetreibers verzeichnet.

Die Ortschaft Buir, in deren Randbereichen die Internetverbindung nicht immer zufriedenstellend sein soll, zählt offiziell nicht zu den "unterversorgten" Außenorten im Gemeindegebiet aufgrund der Nähe zum Netzknotenpunkt Tondorf.

Auch das neue LTE-Funksystem wurde im Ausschuss erörtert. Es könnte laut Verwaltung "bei leicht höherem Preisniveau eine sofortige Alternativlösung für den durchschnittlichen Internetbenutzer sein".

Kölner Stadtanzeiger vom 29.06.2011 - Von Bernhard Romanowski
 
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