UNA Nettersheim

Dienstag, 12. November 2019
519 Kilometer Glasfaser
Freitag, den 08. Februar 2019 um 11:40 Uhr

Der Ausbau hat im Norden des Kreises begonnen - Ab März ist die Gemeinede Nettersheim an der Reihe.

Kreis Euskirchen. Im Dezember 2018 hat die Telekom im Norden des Kreises mit dem Ausbau der Breitbandleitungen begonnen. „Wir haben im Flachland angefangen, um nicht von einem Wintereinbruch aufgehalten zu werden “, so André Hoffmann, Sprecher der Telekom. Ab 28. Februar soll die Gemeinde Nettersheim mit Tondorf, Buir und Roderath folgen.

Dass es nicht möglich gewesen sei, Festnetzanschlüsse mit Internet bereitzustellen, liege an der fehlenden Kapazität der in Roderath verlegten Leitungen, so Hoffmann: „Zur Grundversorgung der Bürger sind wir nur verpflichtet, einen analogen Anschluss zu legen.“

Der Glasfaser-Ausbau wird vom Land NRW und dem Projektträger des Bundes, ateneKOM, mit mehr als 27,5 Millionen Euro gefördert. Das entspricht einer Förderquote von 93,6 Prozent. Hinzu kommt ein Eigenanteil von fast 1,7 Millionen Euro für die beteiligten Kommunen. Insgesamt gebe es im Ausbaugebiet 7224 unterversorgte Adressen, so der Kreis. Bis Ende 2020 will die Telekom rund 519 Kilometer Glasfaserkabel verlegen und dafür rund 404 Kilometer Tiefbauarbeiten in Auftrag geben. Dabei soll die Glasfasertechnologie bis in die Gebäude ausgebaut werden. Damit werde eine Datenübertragungsrate von bis zu einem Gigabit möglich. Unter anderem, so wurde im Dezember angekündigt, soll auch das Trenching-Verfahren zum Tragen kommen (siehe „Trenching“). Roderath stehe dabei auf der Prioritätenliste ganz oben, teilt der Kreis mit. Nach dem Baubeginn Mitte Dezember in Weilerswist laufe der Ausbau im Kreisförderprojekt bisher planmäßig. „Wir sind daher zuversichtlich, dass der Ausbau im Gemeindegebiet Nettersheim wie vorgesehen Anfang März beginnt“, so Pressesprecher Wolfgang Andres. Die Detailplanung werde die Telekom mit der Gemeinde abstimmen.


Kölner Stadtanzeiger vom 07.02.2019 - Von Stephan Everling

 

Trenching

In Heimbach wurde 2018 Glasfaserkabel im Trenching-Verfahren verlegt (nach „trench“, englisch für Graben). Dabei wird ein schmaler, etwa 30 Zentimeter tiefer Schlitz in die Straßendecke gefräst.

Zum Einsatz kommen handelsübliche Straßenfräsmaschinen mit einer Spezialanfertigung. Über 88 Meißel verfügte das Fräsrad, das am hinteren Ende des in Heimbach eingesetzten Fahrzeugs angebracht war. Rund drei Meter pro Minute frisst sich solch eine Maschine durch den Untergrund – je nach Bodenbeschaffenheit können pro Tag 800 bis 900 Meter geschafft werden. Binnen weniger Tage war das Leerrohr mit diesem Verfahren im Boden zwischen Heimbach und Hasenfeld verschwunden. Umleitungen oder Brücken waren nicht erforderlich. (sev)

 
mod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_counter
Copyright © 2019 UNA Nettersheim. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.