UNA Nettersheim

Dienstag, 22. Oktober 2019
Breite Front gegen Verkauf
Montag, den 02. Februar 2009 um 18:40 Uhr
Der von der NRW-Landesregierung geplante Verkauf von Teilen des Staatswaldes muss aus Oppositionssicht gestoppt werden. „Die Pläne widersprechen den Naturschutz-Verpflichtungen“, warnte Grünen-Geschäftsführer Johannes Remmel.

DÜSSELDORF. Auch die SPD-Opposition forderte, die Verkaufspläne zu stoppen. NRW hat mit einem Anteil von 13 Prozent bundesweit die geringste Staatswaldquote. Insgesamt besitzt das Land rund 115 000 Hektar Staatswald.
Als erstes Teilstück plant das Land den Verkauf von 3000 Hektar Staatswald in der Eifel im Kreis Euskirchen. Interessent ist die „Bofrost-Stiftung“. Gegen die Pläne laufen die Bürger nach Angaben des Bürgermeisters von Blankenheim, Rolf Hartmann, Sturm. Hartmann befürchtet, dass die Jagdnutzung das Motiv der Stiftung sei. „Es darf nicht sein, dass sich einer einen Privatzoo zulegt, statt seine Jagdverpflichtung zu erfüllen.“ Teile des Staatswaldes sollen für 29 Millionen Euro verkauft werden - davon sollen die Flächen in der Eifel 25 bis 26 Millionen erlösen. Hartmann und die anderen acht betroffenen Bürgermeister sehen Nachteile für den Tourismus. Der Widerstand richte sich „gegen den Ausverkauf unserer Heimat“, so Hartmann.

Am kommenden Freitag findet eine Anhörung im Landtag über die Verkaufspläne statt. „Der großflächige Waldverkauf ist fachlich falsch, fiskalisch unnötig und politisch fatal“, glaubt Remmel: „Der Staatswald ist das Tafelsilber des Landes.“ Dies dürfe nicht verscherbelt werden. Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) weist die Vorwürfe als unbegründet zurück.

Auch in Südwestfalen sollen kleinste Parzellen Staatswald an private Interessenten verkauft werden. Die Bürgermeister im Kreis Euskirchen drängen darauf, dass der Staatswald als Bürgerwald erhalten bleibt. Falls das Land die Staatswaldflächen mit den hohen Naturschutzauflagen nicht weiterentwickeln wolle, soll es den Kommunen die Flächen übertragen, fordern die Bürgermeister aus der Eifel.

Von WILFRIED GOEBELS - Kölnische Rundschau vom 02.02.09
 
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